Ein Problem als Quelle sehen lernen

Ein Problem als Quelle sehen lernen

Vor zwei Wochen stellte ich euch am Selbstcoaching – Frage – Montag folgende Selbstcoaching Frage:

Wie würde sich mein Leben verändern, wenn ich mein aktuelles Problem als Freund ansehen würde?

Eine sehr interessante Frage nicht war? Sie ist so interessant für mich, dass ich unbedingt noch mehr dazu schreiben wollte. Ich weiß ja nicht, wie ihr mit euren Problemen umgeht, ich konnte es früher nicht so souverän meistern. Inzwischen ist das anders, und ich bin so froh, mich nicht mehr in den Strudel hineinzubegeben, gegen etwas kämpfen zu müssen. Ein Problem kann ein Freund sein, auch wenn wir das meist erst später realisieren. Hier erfährst du, wie du dein Problem als Freund ansehen lernen kannst.

Meistens verläuft es ja so bei uns, dass wir in eine Situation geraten welche wir nicht so sehr prickelnd finden. Meist reagieren wir dann mit Wut, Enttäuschung und wissen für einen langen Moment nicht, wie wir da wieder herauskommen sollen oder wie es weiter gehen kann.

Das Problem setzt sich in unsern Muskeln und Gehirnwindungen fest und wird allgegenwärtig. Es ist nicht nur ein Problemchen, es wird zu einem gigantischen, unüberwindlichen, unverzeihlichen Problem. Nicht selten, bekommen wir körperliche Beschwerden und fühlen uns noch mieser als zuvor. Die Stimmung ist auf dem Gefrierpunkt und ein Ausweg ist nicht mehr zu erkennen.

Zugegeben, es ist ja auch nicht gerade Happy Hour wenn man den Job verliert, der Partner einem aus heiterem Himmel den Laufpass gibt oder unser Auto mitten auf der Landstraße einen Motorschaden hat. Anders betrachtet, eröffnen sich jedoch mit jeder Situation, neue Möglichkeiten die ergriffen werden können.

Manchmal meinen wir etwas sei gut für uns, aber später, rückblickend sagen wir meistens, dass es genau so richtig war.

WIE ERLEBEN WIR PROBLEME?

Warum also können wir nicht gleich, so weise auf eine Situation sehen?

Um diese Frage besser beantworten zu können, müssen wir erst einmal genauer anschauen, was im Moment eines Problemchens mit uns passiert.

Also, das Problem ist da, tausend Bilder laufen vor unserem inneren Auge ab und zeigen uns, wie schrecklich alles ist und werden wird. Unser Verstand greift auf alle möglichen alten Erlebnisse zurück und hält sie uns, wie ein Lehrer das Zeugnis vors Gesicht. Glaubenssätze hämmern uns in den Sinn „Ich bin nicht gut genug“, „Ich bin es nicht wert“ etc. Ungute Gefühle machen sich in uns breit und dominieren immer mehr unser Bewusstsein. Alles aber auch alles wird negativ und misstrauisch begutachtet und mit dem „PROBLEM“ in Verbindung gebracht. Häufig erleben uns Freunde in solchen Situationen als verändert und wenig objektiv.

DEN VERSTAND ÜBERLISTEN

Gut ist es, wenn man sich in solchen Momenten selbst fragt, ob das alles Wahr ist? Ist es wirklich war, das jetzt alles den Bach runter geht? Ist es wirklich meine Schuld und gibt es überhaupt eine Schuldfrage? Stimmt es was ich Denke? Kann ich sicher sagen, das diese Gedanken Realität sind?Katie Byron hat dazu eine Übung entwickelt die ein Problem binnen kürzester Zeit auflöst. Es ist eine Methode, um seinen Verstand zu überlisten, und sich mehr Bewusstheit anzueignen. Gerne schreibe ich in einem anderen Beitrag mehr darüber wenn es euch interessiert.

Schnell wird bei diesen Fragen klar, das unsere Gedanken nicht der Wirklichkeit entsprechen können. Zeitlich gesehen, können wir ja nicht wirklich sagen, wie es morgen sein wird. Unser Verstand kann es sich nur VORSTELLEN und uns fachgerecht servieren! Dieses drei Gänge Menü,  ist dann in der Regel für uns die WIRKLICHKEIT.

VERSTAND UND REALITÄT

Interessant nicht war? Wir erleben unsere Gegenwart (Realität) aus dem was wir gelernt und früher erlebt haben. Unser Verstand baut daraus ein Konstrukt das zu unserer Realität wird.

Was wäre, wenn diese Gedanken nicht da währen, wenn ich sie nicht glauben würde? Was würde ich dann in dem Problemchen sehen? Ist es vielleicht eine Auswirkung dessen was ich unterbewusst schon die ganze Zeit wollte oder wovor ich Angst hatte? Was würde ich dann fühlen wenn ich das Problem als Kreuzung sehen würde, bei der ich mich für einen anderen Weg entscheiden könnte?

DIE LÖSUNG

Die Kunst sich von einem Problemchen nicht unterkriegen zu lassen ist die, dass wir uns bewusst machen, das unser Verstand versucht etwas zu erklären, das ist sein Job. Dabei kann er nur auf schon bekanntes zurückgreifen und auf Glaubenssätze, die wir als Kind abgespeichert haben. Die Gefühle die der Verstand dann in uns auslöst, manifestieren unsere Realität. Gefühle haben eine so hohe Schwingungskraft, das sie alles bewegen können. Positiv wie negativ, je nachdem wie diese Gefühle beschaffen sind.

Was also sollten wir in Problemsituationen tun, um das beste daraus zu ziehen?

Ruhig bleiben und keine Angst haben!

Bleiben wir ruhig, können wir unserem Verstand und seiner Beweisführung neutral zusehen und feststellen, das es so ja nicht wirklich sein kann. Wir lassen den Verstand also sabbeln und widmen uns unseren Gefühlen. Wir fragen uns, ob wir wirklich so ungute Gefühle haben wollen? Ich vermute mal, das du diese eher nicht haben möchtest. Am besten lässt du deine Wut etc. einfach mal laut raus (ohne jemandem zu schaden natürlich) und dann ist es auch schon gut. Sowas kann sehr befreiend sein! Danach widmest du dich den Gefühlen, die dir wirklich GUT tun!

Sieh dein Problemchen als die Quelle des aller Besten, was dir passieren und begegnen kann. Mit der Zeit wird es wirklich immer leichter werden, auf das Gesabbel des Verstandes, der uns so ein herrliches 3 Gänge Menü auftischt, nicht mehr blindlings zu hören. Wir werden bewusster mit dem umgehen was geschieht und nach unserem innerlichen Wunsch zu handeln.

NOCHMAL IN KÜRZE

In der Ruhe liegt die Kraft Probleme zu meistern. Und damit meine ich wirklich Meistern. Du bist der Herr deiner Selbst wenn du dir bewusst machst, das dein Verstand nicht weiß was kommen kann und deine Gefühle deine Realität formen. Frage dich ob es wirklich WAHR ist was du gerade denkst! Du nimmst das wahr, was dein Verstand dir sagt und was du dadurch fühlst. Diese Gefühle werden dann deine Realität. Lass deinen Verstand einfach in Zukunft weiter babbeln, während du dich in die Ruhe begibst und dein Problem als Quelle des, besten was dir passieren kann ansiehst. Was währst du ohne dieses Problem oder gerade durch dieses Problem? Oft denken wir, wir wüssten was gut für uns ist. Aber manchmal kommt man durch Problemchen, genau dahin wo wir eigentlich hin wollen.

Selbstcoaching – Frage – Montag 3#

Selbstcoaching – Frage – Montag 3#

Pünktlich am Montag stelle ich euch eine Coaching-Frage, die du dir selbst stellen und darüber nachdenken kannst. Wenn du magst, nimm dir etwas mehr Zeit dafür und beantworte sie schriftlich, um sie später nochmal lesen und überprüfen zu können.

Sich einmal auf eine völlig unerwartete Frage einzulassen, kann dir neue Sichtweisen und eventuell sogar Lösungen für ein Anliegen geben. Der Selbstcoaching-Frage-Montag ist eine Möglichkeit, um dich selbst besser kennen zu lernen.

Heute geht es einmal um die Menschen, die deinen Alltag und dein Leben begleiten. Wer sind sie, was tun sie, seit wann kennst du sie? Es geht um diejenigen von ihnen, die dir gut tun. Auch in den schwersten Situationen sind sie für dich da. Begleiten dich in guten und schweren Tagen, sind dein Gewissen, dein Ratgeber ,dein Geheimniswahrer oder Freudenspender.

Deshalb frage dich heute einmal:

Wer tut dir im Augenblick gut? Oder wer tat dir gut und könnte im Moment, vielleicht die richtige Anlaufstelle für dich sein? Wodurch tun dir diese Menschen gut? Was genau machen sie, dass es dir gut geht? Sind diese Menschen eine Frohnatur oder Realisten oder Optimisten? Weshalb suchst du gern ihre Nähe?

Oft begleiten uns Menschen durch unser Leben, die irgendwie stets da sind. Das ist schon so normal, dass wir uns seltener Gedanken darüber machen wie bereichernd sie für unser Leben sind.

Was zeichnet diese Menschen aus? Wodurch beeindrucken sie dich? Wärest du gerne so wie sie?

Und wenn ja, wie genau sind sie denn? Was wäre, wenn du ein Stück so reagieren würdest wie sie? Was würde sich dann in deinem Leben ändern? Und wer würde diese Veränderung als Erstes bemerken?

 

Wann hast du ihnen das letzte Mal gesagt, das du froh bist das es sie gibt?

 

Viel Inspiration für dich und erzähle doch wer diese Menschen sind und was sie dir gutes tun!

Sissi

Selbstcoaching – Frage – Montag  1#

Selbstcoaching – Frage – Montag 1#

Ich habe mich spontan zu einem neuen Format auf meinem Blog entschlossen. Der Selbstcoaching Frage Montag. Warum? Ganz einfach, weil ich tiefgründige Fragen sehr schätze. Sie helfen mir einen gezielten Blick auf mich und mein Leben oder eine Situation zu werfen. Warum solltest du davon nicht auch profitieren. Jeden Montag gebe ich dir einen kleinen Impuls, der dich aus deinem eingefahrenen Alltag holt. Eine Chance, um die Dinge ins Laufen zu bringen. Einem ersten Schritt, geht stets ein Gedanke voraus. Also mach mit, wenn du genug hast vom alltäglichen einerlei :-).

Ich schlendere so die Straße entlang und werfe hier und da einen Blick in die Schaufenster. Dort ein neues Fahrrad, hier die beste Antifaltencreme der Welt und da drüben preist jemand seine Grill-Hähnchen an! Aber das möchte ich doch eigentlich überhaupt nicht haben. Ich möchte doch lieber etwas ganz anderes, überlege ich mir so und frage mich dann was ich denn tatsächlich möchte in meinem Leben?

 

Wovon möchte ich im Augenblick mehr in meinem Leben, das zur Zeit nicht so viel vorhanden ist?

Diese Frage ging mir sehr durch den Kopf. Ich finde eine äußerst gute Frage die ich mir öfter stellen sollte. Sind es materielle Dinge die ich zur Zeit mehr in meinem Leben möchte, oder will ich vielleicht mehr mit meinen Freunden Zeit verbringen, habe ich Lust auf einen Kochkurs oder brauche ich vielleicht einen Tag mit mir alleine samt meiner Kamera und der wundervollen Herbstkulisse?

Wie ist es mit dir? Wovon möchtest du im Augenblick mehr in deinem Leben?

Nimm dir Zeit und lass dich darauf ein, eventuell wirst du erstaunt sein, was du tatsächlich möchtest. Ich sagte ja schon öfter, das wir viel von unseren Wünschen an andere koppeln und uns selbst dabei vergessen. Was hat das denn für einen Sinn?

Also frag dich selbst was du möchtest, jetzt und hier und überhaupt.

Viel Inspiration für dich

Sissi

Warum Veränderung den ersten Schritt braucht

Warum Veränderung den ersten Schritt braucht

Warum ist Veränderung oft so zäh und unangenehm? was hat Veränderung mit mir zu tun und wieso fange ich nicht einfach an, Veränderungen in die Tat umzusetzen? Was hat das alles mit dem ersten Schritt zu tun und was kann ein erster Schritt sein? Der Weg vom Bedürfnis bis zum Ziel hängt am ersten Schritt!

WO ALLES BEGINNT

Jeder neue Anfang beginnt mit dem ersten Schritt. Wir möchten etwas erreichen also müssen wir uns dafür auch bewegen. Dabei muss eine Bewegung nicht wörtlich mit gehen oder laufen zu tun haben. Sich auf ein Ziel zuzubewegen, kann auch bedeuten, dass wir uns emotional oder auch geistig damit auseinander setzten. Uns sozusagen darauf vorbereiten was kommt. Gerade in Veränderungsprozessen, gehen viele Gedanken, dem tatsächlichen Tun voraus. Vieles wird durchdacht, betrachtet, erwogen und abgewogen, ehe ein erster konkreter Schritt geschieht.

Aber genau, um diesen Punkt, diese Kuppe des „sich in Bewegung setzen“ geht es. Diese Kuppe ist es die uns bei den meisten Ideen, Wünschen usw. im Weg steht.

Kennst du das auch, das du endlich mit Sport anfangen willst, du dir auch schon so viele Gedanken gemacht hast welche Sportart dir gefallen würde. Du kannst es dir richtig gut vorstellen schwimmen zu gehen, Tennis zu spielen oder klettern zu gehen. Aber die Tage verstreichen und die Wochen und die Monate und die…

Ok, ich denke du weist, was ich meine.

DER ZÄHE WEG DER ENTSCHEIDUNG

Bei einem meiner letzen Klienten, ging es darum sich scheiden zu lassen oder nicht. Diese wirklich große Veränderung gärte nicht erst seit ein paar Monaten in ihm. Nein, es waren mehrere Jahre. Mehrere Jahre voll Leid, Abwägen, Durchhalten und Aufbau von Frust. Sogar der Selbstwert meines Klienten war ziemlich in den Keller gerutscht. Ich fragte ihn, was ihn daran hindern würde den Schritt, sich scheiden zu lassen, zu gehen? Nach langem überlegen meinte er dann, „Eigentlich nur ich mich selbst, weil die Kinder spüren ja eh schon das, was nicht stimmt und das Haus ist mir mittlerweile egal“. Ich fragte ihn weiter, ob es den schon Versuche gab diesen Schritt zu gehen und welche das waren. Er hatte vor Jahren mal nach einem Anwalt gegoogelt, und wie das so abläuft bei einer Scheidung. Letztens habe er sogar mal nach kleinen Wohnungen gesucht, weil er am liebsten einfach weg gegangen währe. Aber aus allem sei ja nichts geworden.

In diesem Beispiel wird recht gut klar, welche inneren Prozesse bei einer gewollten Veränderung ablaufen. Es wird viel nachgedacht, angetestet und probiert. Während dieser Zeit bleibt stets der Wunsch zur Veränderung bestehen und wird stärker, je länger der Prozess bis zur Kuppe andauert.

Das ist auch gut so, denn dieser Wunsch ist die Antriebsfeder um uns überhaupt in Bewegung setzen zu können. Hättest du keinen Wunsch, hättest du auch keinen Grund um irgend etwas zu tun.

WAS DER UNGELEBTE WUNSCH IN UNS ANRICHTEN KANN

Wenn wir unseren Wunsch, also den inneren Antrieb nicht irgendwann nachkommen, geschieht im Grunde das gleiche, wie wenn du mit einem defekten Fahrzeugantrieb fährst. Der Motor geht kaputt. In meinem Beispiel des Klienten, ist das Fahrzeug er selbst und der Motor ist sein Selbstwert und seine Seele. Diese hatten durch die anhaltende jahrelange Überreizung ziemlichen Schaden genommen.

Die Folgen eines kaputten Motors sind uns ziemlich klar, deshalb tun wir ziemlich viel, um so einen Umstand zu vermeiden. Wir gehen zum Tüv, machen regelmäßig unsere Service besuche, wechseln die Reifen oder putzen ganz einfach mal das ganze Auto.

Wir gehen also an unserem inneren Antrieb kaputt weil wir einfach weiterfahren, wie bisher.

Eigentlich möchtest du keinen Selbstwert oder Seelenschaden haben nicht war? Du möchtest dir deine Wünsche Erfüllen und Veränderung in dein Leben lassen. Denk mal nach, irgendwann im Leben, kaufst du dir auch ein neues Auto um bequemer und sicherer fahren zu können. Mach das doch einfach mit dir selbst auch.

Ok, einen neuen Körper kannst du dir nicht kaufen, jedoch kannst du für deinen Körper und deine Seele, die Umgebung verändern, indem du darauf hörst, was du brauchst und dir wünschst. Bildlich ausgedrückt, Du sitzt in deinem Auto und hörst ein komisches Geräusch. Was machst du? Klar du gehst zum Fachmann und der sagt dir das du dies oder jenes tun kannst um das Problem zu beheben. In der Regel wirst du das auch sofort machen, denn du willst ja keinen Motorschaden.

Also was hindert dich daran hinzuhören, was du selbst brauchst und dies dann in die Tat umzusetzen? Dein Innerstes sagt ja dir automatisch was du brauchst, und z.B.ich als Fachmann kann dir helfen genauer hin zu hören und dein Bedürfnis in die Tat umzusetzen.

DIE liebe KOMFORTZONE

„Warum mach ich es einfach nicht, ich bekomme nix gebacken!“. Kennst du diese innere Stimme? Dann weist du sicher auch, was danach kommt. Du fühlst dich schlecht und unzulänglich und schiebst das ganze Vorhaben weg von dir und verstaust es in einer der untersten staubigen Schubladen. Phuuuu, da geht es dir doch gleich besser nicht war?

Aber nicht lange, die Schublade hat nämlich einen Fehler, sie schiebt sich bei der kleinsten Erschütterung wieder auf und der Antrieb hüpft wieder heraus.

Hmm…eigentlich gar nicht so übel, so eine Schublade, dann würde ich Dinge schneller wieder finden die ich irgendwo liegen gelassen habe hmmm..

Jetzt ist der Antrieb also wieder da und du fängst wieder an Richtung Ziel zu gehen und biegst wieder 1mm vor der Kuppe, die zu deinem Ziel führt ab.

MIST!!!

Also irgendwie gehst du da wohl im Kreis oder? Du bewegst dich ausschließlich in deiner Komfortzone. Der Bereich in dem du dich sicher fühlst, in dem es deine Regeln gibt und alles schön und bequem ist. Das Problem ist, das dein Ziel außerhalb deiner Komfortzone liegt!

Aber jetzt was gutes an diesem Problem. Die Komfortzone, lässt sich beliebig erweitern und dehnen!

Jedes mal, wenn du die Grenze überschreitest und dich etwas neuem stellst, geht deine Komfortzone mit und schließt dieses neu erreichte mit ein. Cool oder?

Dein Handlungsspielraum wird so stets größer und lässt dir viel mehr Möglichkeiten offen, welche du jetzt leichter erreichen kannst.

RAUS AUS DER KOMFORTZONE, REIN IN DIE VERÄNDERUNG!

Wie aber schaffe ich es aus dieser Komfortzone zu treten und diese so zu erweitern um eine Veränderung in gang zu bringen?

Der Trick besteht darin, einfach mal etwas anderes zu tun als sonst. Dich einen Moment etwas trauen und auf dich setzen. Veränderung ist etwas neues. Die Komfortzone zu verlassen ist auch etwas neues, weil dahinter ja unbekanntes liegt. In der Komfortzone kennst du alles auswendig, machst stets das gleiche und kennst jeden Handlungsablauf. Mit nur einem Schritt, gehst du darüber und stehst mitten im Neuen. Alles was du dort tust wird neu sein, alles was du dort fühlst wird neu sein.

Aber du hast etwas getan, und weist jetzt, wie es sich anfühlt. Das großartige Gefühl über sich hinaus gewachsen zu sein, ist einfach klasse. Du fühlst dich stark und selbstbewusst und empfindest eine starke Befriedigung. Du hast deinem Wunsch entsprochen und bist das unangenehme des bohrenden Antriebs los geworden. Jetzt kannst du dich auf die positiven Effekte des Antriebs einlassen. Alles wird seinen lauf nehmen.

Das traue ich mich aber nicht, wirst du vielleicht sagen? Das ist total ok. Die Angst ist nichts schlechtes, sie gehört zu dir!

Was glaubst du wie viel Angst ich davor hatte mich selbständig zu machen? Frag lieber nicht *lächel. Nimm die Angst einfach mit, zeig ihr, dass du auch mit ihr deinen Schritt gehen kannst. Die Angst ist ein Indikator für dich, welche dich vor schlimmem bewahren will.

Was ist aber schlimmer:

Ein kaputter Motor, oder der Gang zum Mechaniker, und dessen Hilfe?

Was ist schlimmer:

Weiter in einer Ehe zu leben und daran zu Grunde zu gehen, oder sich scheiden zu lassen, und für eine Weile den Prozess der Scheidung um die Ohren zu haben, um danach aber frei zu sein?

Was ist schlimmer:

Von deinem Traumjob zu träumen jedoch weiter im gleichen Trott zu arbeiten, oder den Versuch wagen, eine Bewerbung abzuschicken und schauen, was passiert?

GANZ wichtig, DU verlierst nichts was du eh nicht schon längst los werden wolltest

NOCHMAL IN KÜRZE

Veränderung heißt neues in dein Leben zu lassen, mit allen Konsequenzen und allem guten, das dadurch entsteht. Veränderung beginnt bei einer Idee, welche dir einen inneren Antrieb zum dich in Bewegung setzten gibt. Je länger du deinen inneren Antrieb zur Veränderung missachtest, desto stärker wird er. Je stärker du ihn unterdrückst, desto verheerender sind die Auswirkungen auf deine Seele, deinen Köper und dein Selbstbewusstsein. Höre auf dich und deinen Körper, auf deinen inneren Wunsch etwas neues in angriff nehmen zu wollen. Der Wunsch, die Idee kommt nicht einfach so. Sie ist Ausdruck deiner Persönlichkeit und was du brauchst!

Wir leben alle in unserer persönlichen Komfortzone, in der alles geregelt abläuft und in der wir uns sicher bewegen. Deine Veränderung liegt wahrscheinlich außerhalb dieser Zone, deshalb ist es wichtig einen ersten Schritt in Richtung deines Ziels zu gehen, indem du deine Komfortzone verlässt. Mach einmal etwas das du sonst nicht machen würdest. Trete raus aus dem Kreis der dich festhält am alten.

Erschließe dir dadurch neuen Freiraum und eine erweiterte Komfortzone. Nimm deine Angst mit. Die Angst in der bisherigen Komfortzone zu lassen, ist fast nicht möglich, da die Angst zu dir gehört, damit du überleben kannst. Überrasche dich selbst mit deinem Mut und Willen zur Veränderung. Nur du selbst kannst sie herbeiführen. Und wenn du sie hast, wirst du dadurch stärker und vor allem stolz auf dich sein.

 
 
 
 
 

Erinnerst du dich daran, wann du einmal über dich hinaus gewachsen bist? Als du deine Komfortzone verlassen und sie somit erweitert hast? Als du dich etwas getraut hast, von dem du dachtest das schaffst du nie? Ich freu mich davon in den Kommentaren zu lesen.

Bis bald

Sissi

Gönne dir einen Moment Glück!

Gönne dir einen Moment Glück!

Wir streben nach großen, vielen und weit entfernten Dingen. Was aber wenn das Große, viel und weit entfernte im Grunde ganz nah ist? Manchmal muss man sich ganz klein machen können, um das unsagbar schöne zu sehen.

DU WILLST HOCH HINAUS?

Du willst hoch hinaus, möchtest einen Sportwagen, eine Eigentumswohnung, den smarten Typ aus der Bar um die Ecke, möchtest in nur zwei Jahren in diese bestimmte Abteilung wechseln, um richtig Karriere zu machen?

Wenn, da nur nicht der Studienkredit währe der zurückgezahlt werden muss, die Wohnungen schier unbezahlbar sind und sich der Typ einfach nicht für dich interessiert. Deine Eltern haben schon recht, bleib auf dem Boden und fang mit deinem Studium etwas Gescheites an, schließlich hat es ja Geld gekostet. Deine Freunde haben auch so viele gute Ratschläge, vor allem den, dass du dir das einfach Mal aus dem Kopf schlagen sollst. Jetzt bist du down und träumst weiter von dem tollen Sportwagen, der Eigentumswohnung im Superviertel der Stadt und von einem Typ der eher auf Blond steht. Aber irgendwann ja, irgendwann bekommst du das schon noch hin denn, wie heißt es so nett, die Hoffnung stirbt zuletzt.

Tja und so vergehen die Wochen, Monate und Jahre, und du trittst immer noch auf der Stelle und kommst deinem Wunschtraum einfach nicht näher. Woran mag das wohl liegen? Du tust doch alles oder?

Ich frage dich, bist du glücklich?

Nein? Warum denn nur? Kann es sein, dass dir vor lauter Träumen, wie schön es sein könnte endlich all das zu bekommen, was du dir wünscht, der Blick für das fehlt, was du schon hast? Kann es sein, dass dir jeder Tag so zäh erscheint, wie ein ausgelutscht Kaugummi? Kann es sein, dass du ganz vergisst, wie wunderschön dein Leben eigentlich ist?

LEBE IM MOMENT

Gönne dir einen Moment Glück und halte mal inne. Bleib einfach mal stehen und sieht dich um. Was siehst du? Wo lebst du? Was tust du gerne? Was macht dir Freude? Für was brennt dein Herz?

Wenn du nichts siehst, dann geh in die Knie und schau genauer hin!

Betrachte mal deine Wohnung, da ist Dein ganzes Leben drin. Gefüllt mit Erinnerungen an Momente deines Lebens, in denen du stark warst oder weniger stark. In denen du gelacht hast oder geweint.

Vielleicht entdeckst du Fotos an den Wänden von Urlauben, die du niemals missen möchtest. Liegt da ein Buch auf dem Sofa, welches du gerade liest? Von was handelt es und was hat dich dazu inspiriert, es zu lesen? Dort auf dem Schreibtisch liegen vielleicht geschäftliche Unterlagen, die du bearbeitest und die du gerne mit nach Hause nimmst, weil sie dir am Herzen liegen.

Vielleicht sitzt da auch jemand am Tisch oder auf dem Sofa der dich anlächelt. Lächle doch einfach mal zurück und werde dir bewusst, dass es nicht immer selbstverständlich ist, dass er oder sie dich anlächelt oder überhaupt da ist!

Was riecht den da so hervorragend? Ist es Tee, Kaffee oder ein Teller Lieblingspasta?

Schau genau hin, und du wirst so viel entdecken, was dich glücklich und stolz macht. Das Tolle ist, dass du das alles Selbst erschaffen hast! Mit deinem Willen, deinen Wünschen, deinem Können.

Kannst du da nicht auf dich stolz sein?

Jetzt frage dich mal, wie viel glücklicher würdest du sein, wenn alle deine Träume schon erfüllt wären?

Meinst du das Du erst dann glücklich sein wirst, wenn du alles hast, was du dir erträumt hast?

AUF DEN PUNKT GEBRACHT

Halte einfach mal kurz inne und sieh dich um. Gönne dir einen Moment Glück. Von deinem kleinen, großen Glück, dass du selbst erschaffen hast. Egal wohin du noch möchtest, wenn du das Glück im kleinen sehen kannst, erkennst du auch das grössere wenn es vor deiner Türe steht.

Sissi

 

Heute ist dein Glückstag!

Heute ist dein Glückstag!

Findest du auch, dass du heute etwas Glück verdient hast? Kann man Glück einfach so bekommen? Heute ist dein Glückstag, denn etwas Glück ist in diesem Beitrag versteckt!

Elisabeth sitzt im Büro, und wieder einmal will das EDV Programm nicht so, wie Elisabeth es gerne hätte. Dann klingelt das Telefon und ihr Vermieter teilt ihr mit, dass sie zum wiederholten male, ihren Biomüll nicht fachgerecht in die Tonne geworfen habe und sie deshalb die Mülltonne auswaschen müsse. Mittags kommt sie in die Kantine und ach, wie sollte es auch anders sein, dass letzte vegetarische Menü ging eben, vor ihr über die Theke. Der Müller aus der Buchhaltung macht schon wieder einen Witz über ihren angeblich zu dicken Hintern und da das noch nicht schlimm genug gewesen ist, verkündet ein Rundbrief das zwei Mitarbeiter wegen voraussichtlich längerer Krankheit (die Kollegen munkeln von einem Burnout) ausfallen werden und der Urlaub bis auf weiteres gestoppt wird.
Phuuu, an so einem Tag wünschst du dir sicher eine gute Fee oder einfach mal ein bisschen Glück.  Vielleicht kennst du ja diesen Felix Felicis Trank aus den Harry Potter Büchern? Flüssiges Glück in einer Flasche, das dir wenn du es trinkst nur Glück beschert! Egal was du vorhast, es gelingt dir einfach. Hach währe das nicht wunderbar?
Ich glaube, ich würde mir einen Family Pack zulegen :-). Ich habe jedoch gehört, es ist höchst schwierig an flüssiges Glück zu kommen, und weil ich leider nicht so der Weltmeister im Zaubertränke brauen bin, habe ich einfach das gemacht, was ich sehr gut kann. Mit Worten umgehen. Und hier ist dein persönlicher Glückszauber to go …

Simsalabim und Hokuspokus … fiderallala

Wenn  dir das Leben auch mal vollkommen gegen den Strich geht und du etwas schönes in dein Leben lassen willst, reis dir einfach ein Stück vom GLÜCK ab! Ob Du Mut brauchst oder Kraft, es ist alles dabei! Und das großartige ist, dass du dieses Glück auch verschenken kannst. 
Druck dir einfach einen Bogen aus, häng das Glück ins Büro, in die Küche, schenk es deinen Nachbarn, der Erzieherin deiner Kinder, dem Kumpel oder wer dir sonst noch so in den Sinn kommt. 
Glück kann jeder gebrauchen, und wenn es so leicht zu bekommen ist sollten das doch viele erfahren oder?

Ich habe mir heute schon ein Stück vom Glück genommen und muss sagen, es funktioniert hervorragend!
Wie ist es bei dir? Wie hat dir das Glück, Glück gebracht? Erzähl es mir, ich bin doch sooo neugierig :-).
Bis Bald und viel Glück

Sissi

Loslassen lernen – In der Partnerschaft

Loslassen lernen – In der Partnerschaft

Du wünschst dir sicher auch einen Partner, der mit dir durch dick und dünn geht. Eine Partnerschaft in der gelacht wird und auch gemeinsam geweint. Schutz soll sie dir geben und der Sex darf ruhig erfüllend sein. Eigentlich ganz passable Wünsche an einen Partner und eine Partnerschaft. Wieso nur verlaufen Beziehungen und Ehen nicht nach dem Wunschprinzip?

Kleine Anmerkung! Zur Vereinfachung des Schreibens habe ich die männliche Form Partner gewählt, damit ist aber auch die Partnerin gemeint!

Du wünschst dir sicher auch einen Partner, der mit dir durch dick und dünn geht. Eine Partnerschaft in der gelacht wird und auch gemeinsam geweint. Schutz soll sie dir geben und der Sex darf ruhig erfüllend sein. Eigentlich ganz passable Wünsche an einen Partner und eine Partnerschaft. Wieso nur verlaufen Beziehungen und Ehen nicht nach dem Wunschprinzip?

Es ist so herrlich frisch verliebt zu sein. Die Schmetterlinge im Bauch ziehen ihre Runden, die Welt hängt voller Seifenblasen. Die rosarote Brille steht uns ja so gut und wenn es nach uns ginge, würden wir sie nie wieder absetzten.

Auch wenn die glückliche, harmonische, enge Zweisamkeit supertoll ist, werden wir sie mit der Zeit gegen Vertrauen und aneinander gewöhnt sein tauschen. Das ist nichts Schlechtes!

Es ist einfach eine andere wertvollere Ebene, auf der wir unsere Beziehung jetzt leben. Und genau hier fängt es an, ab und an zu knistern. Nämlich dann, wenn wir zu hohe Erwartungen an unseren Partner stellen. Er/Sie soll gefälligst immer so zuvorkommend, lieb und nur für mich da sein, wie am Anfang. Ganz ehrlich? Das geht nicht! Nicht auf diese Weise. Ganz einfach, weil ihr zwei hübschen, zwei unterschiedliche und eigenständige Wesen seid. Jeder von euch beiden hat seine Ansichten, Werte und Bedürfnisse. Und vor allem auch ein Stück Vergangenheit.

Denk mal nach, weshalb hat dich dein Partner so sehr in den Bann gezogen, dass du bei ihm bleiben wolltest?

Genau! Weil er so war, wie er eben ist. Jetzt sagst du vielleicht, „aber jetzt ist er/sie ganz anders und das gefällt mir nicht“. Ja das ist durchaus möglich! Weil er und/oder du sich ganz einfach weiterentwickelt haben. Betrachte dich einmal vor 5 Jahren und dann schau auf dich, wie du jetzt bist. Du bist zwar immer noch du selbst, aber du hast an Reife und Erfahrung gewonnen. Das hat dich verändert, genau so wie deinen Partner!

Wenn du hier etwas loslassen kannst von der Vergangenheit und dich auf das neue Muster von dir, ihm und euch einlassen kannst, vermeidest du dich an etwas zu klammern, das es nicht mehr gibt.

„Festhalten lähmt, nicht nur die Partnerschaft, sondern auch dich selbst!“

DIE KUNST IN DER PARTNERSCHAFT LOSZULASSEN

Es fällt einfach schwer, loszulassen! Sich von jemandem oder etwas zu lösen erscheint uns wie ein riesengroßer Kraftakt. Der Schmerz etwas zu verlieren kann uns regelrecht hilflos, traurig und depressiv machen. Aber denk mal nach, sich festzuklammern an etwas, das dir nicht gut tut, hat genau die gleichen Effekte, und sogar noch schlimmere!

Aber so schwer kann loslassen letztlich nicht wirklich sein, denn aus so vielen Quellen (ich eingeschlossen) wird beschrieben, wie befreiend und leicht es ist, wenn losgelassen wurde.

Loslassen in deiner Partnerschaft, muss nicht gleich heißen, dass du dich von ihm/ihr trennst. Loslassen gibt einfach mehr Raum. Platz, um miteinander Neues zu entdecken und sich weiter zu entwickeln.

Denk einfach mal nach, in welchen Situationen dich etwas an deinem Partner aufregt und du es gerne anders hättest. Du mal wieder an die Wand redest. Du deinem Partner erneut einen Ausrutscher vorwirfst, den du noch immer nicht verwunden hast. Du schon wieder etwas tust, ohne dafür einen Dank zu bekommen.

Was würde passieren, wenn du mal nicht so handelst wie üblich?

Eine spannende Frage nicht war?

Die Kunst des Loslassen Lernens in der Partnerschaft, besteht also darin, einfach mal etwas anders zu tun als sonst. Und dir davor mal Gedanken zu machen, warum es dir so schwer fällt, deinen Partner oder dessen Verhaltensweisen loszulassen. Außerdem solltest du dich fragen, was du denn erreichen willst, wenn du festhältst und vor allem, was du gewinnst wenn du nicht loslässt?

WAS DA SO IM KOPF ABGEHT

Rede dir ja nicht ein, dass du niemals mehr einen neuen Partner finden wirst, weil du zu komisch bist, zu dünn, zu dick, zu arm, zu reich usw. Das dich dein Partner nicht mehr mag, wenn er anfängt, jede Woche ins Fitnessstudio zu gehen oder in einen Bastelkreis ;-). Dass dein Partner, sich doch noch ändern wird und alles, wie im Garten Eden sein wird. Dass es nur einen einzigen perfekten Partner für dich gibt – nämlich den jetzigen. Und rede dir ja nicht ein, dass du etwas verlierst, wenn du loslässt!

Wenn du dich bewusst entschließt loszulassen, kannst du gar nicht verlieren, weil du dich ja entschieden hast es loszulassen!

DU, ER UND IHR ZWEI BEIDE KÖNNT NUR G E W I N N E N

Denn, es hat einige Vorteile, wenn du loslässt!

  • du verschwendest keine Energie mehr etwas so zu behalten, wie es mal war

  • du entwickelst dich, deinen Partner und eure Beziehung zueinander

  • du kannst deine Bedürfnisse leben, ohne Angst wieder in einem Konflikt zu enden

  • du wirst stärker um dich aus einer belastenden Partnerschaft zu lösen

  • du wirst schneller verzeihen und dich so mehr auf die glücklichen Momente in der Partnerschaft einlassen

  • du hast Raum um dich zu entfalten

  • du hast kein schlechtes Gewissen gegenüber deinem Ex-Partner

  • du musst dich nicht ständig verteidigen

  • du nimmst deinen Partner als eigenständiges Individuum wahr

  • du lernst deinen Partner und seine Einzigartigkeit noch besser kennen

  • du hast keine körperlichen Beschwerden mehr

  • du öffnest deinen Geist für neues

Was hält dich auf? Brauchst du Unterstützung? Welch Zufall, ich kann dir da helfen ;-). Vielleicht hilft dir auch dieser Artikel über das Loslassen lernen weiter.

FAZIT

Lass einfach los, du kannst nur gewinnen, wenn du z. B. deinen Ex-Partner loslässt. Mal ehrlich, willst du jemanden zurückhaben, bei dem du dich nicht entfalten konntest, oder bei dem du dich unwohl fühlst? Oder ständig an etwas festhalten, das schon längst Vergangenheit geworden ist? Erinnerungen sind etwas schönes, deshalb nennen wir sie auch Erinnerungen, weil sie nicht mehr vorhanden sind. Also, ich glaube an dich das du es lernst loszulassen um deiner jetzigen Beziehung einen neuen Raum zu ermöglichen!

Bis ganz bald!

Sissi

Gibt es Rituale in deiner Beziehung die helfen einander genug Freiraum zu geben?
Ich bin gespannt auf deine Antwort.
 
 
 
 
 

So lernen Eltern loslassen

So lernen Eltern loslassen

Wer eigene Kinder hat, der weiß wie schwer es fallen kann, sein Kind in bestimmten Situationen loszulassen, so dass es seine eigenen Erfahrungen machen kann. Schließlich möchten alle Mamas und Papas, dass es ihren Kindern stets gut geht. Zuviel festhalten ist aber entwicklungshemmend und nicht immer förderlich. Die eigenen Kinder loslassen können kann aber erlernt werden, den das ist wichtig damit die kleinen, zu eigenständigen Menschen heranwachsen können.


Der heutige Artikel ist mein Gastbeitrag zu Manuelas Blogparade, auf ihrem Blog Herzcoaching.

Etwas loslassen können, ist eine Form von Anpassung an ein Ereignis oder eine Situation. Gerade in der Erziehung werden Eltern, in regelmäßigen Abständen, mit neuen Situationen konfrontiert. Dann heißt es jedes mal von neuem Abzuwägen, wie weit lasse ich los?

Kinder loslassen fängt schon bei der Geburt an. Die Mutter lässt das Kind in sich los, damit es auf die Welt kommen kann und außerhalb des bisherigen Körpers zu existieren beginnt. Eine Weile später lässt eine Mutter erneut los, wenn nicht mehr über die Brust gestillt wird. Wieder später lassen Mutter und Vater los, wenn das Kind alleine zu gehen beginnt und sie den Sprössling nicht mehr Tag und Nacht herumtragen müssen.

Loslassen in diesen Situationen, ist ein natürlicher Prozess, der vorprogrammiert ist und auf den sich Eltern automatisch einlassen. Ganz einfach weil dieses Loslassen notwendig ist, damit das Kind wachsen und Erfahrungen sammeln kann. Stell dir einmal vor du würdest dein Kind stillen, bis es 8 Jahre alt ist oder du würdest es herumtragen, solange du sein Gewicht noch halten kannst, ohne ihm die Chance zu geben selbst seine Beine oder seinen Mund zu benutzen. Ja genau, ein wenig seltsam nicht war?

WESHALB FÄLLT ES ELTERN SCHWER, IHR KIND IN EINIGEN SITUATIONEN LOSZULASSEN?

Um diese Frage zu beantworten, stelle ich dir folgende Frage: „Wenn du an dein Kind/deine Kinder denkst, was ist dir am wichtigsten?“

das sie sich geliebt fühlen?

das ihnen nichts Schlimmes geschieht?

das sie keine Angst haben?

das es ihnen stets gut geht?

das sie versorgt sind?

Egal welche Antwort du gibst, sie hat immer mit Umsorgen zu tun. Die Mutter und der Vater müssen vom ersten Moment an (die Frau sogar während der Schwangerschaft) 100 % da sein, damit dieses kleine Wesen überleben kann. Ohne Zuneigung und Pflege, würde kein Mensch überleben können, sobald er den weiblichen Körper verlassen hat. Genau betrachtet, benötigt der Mensch viele Jahre, bis er körperlich, emotional und rational in der Lage ist, sich selbst ausreichend zu versorgen.

Eine sehr lange Bindungszeit die da entsteht. Genau wegen dieser Bindungszeit und Hilflosigkeit des Kindes zu Beginn, fällt es Eltern schwer sich vom eigenen Kind zu trennen und es in die Welt hinaus zu schicken.

Vielleicht kennst du den Satz:

„Wenn du dein Kind wirklich liebst, dann lass es los“!

Puh leichter gesagt als getan, wenn du dein Kind liebst und nicht möchtest das ihm schlimmes widerfährt. Aber keine Sorge, gleich gibt es ein paar wertvolle Tipps dazu.

WANN SOLLTEN ELTERN LOSLASSEN?

Es gibt ein paar Situationen im Leben eines neuen Menschen und dessen Eltern, wo Loslassen viele neue Möglichkeiten der Entwicklung bietet. Dies sind z. B.

STUFE 1

– das Übernachten bei den Großeltern

– der Eintritt in die Kita

– Spielen bei den Freunden (allein)

– den Nachhauseweg alleine laufen

—> die elementaren Erfahrungen der Selbständigkeit und eigener Identität

STUFE 2

– in die Schule kommen

– Hobbys entdecken

– die Pubertät

—> weiterführende Erfahrungen der Selbständigkeit und Identitätsfindung

STUFE 3

– die Berufswahl

– der Auszug in eine eigene Wohnung

– die Partnerwahl/Hochzeit/eigene Kinder

—> Identitätsfestigung

Wie du hier siehst, gliedere ich das Loslassen in drei verschiedene Stufen. Die erste Stufe ist sehr elementar und einfach gestrickt, in Bezug auf Lernen und Loslassen. Während die zweite schon viel komplexer gestaltet ist und viel mehr von dem Kind und auch den Eltern abverlangt. Die dritte Stufe, ist etwas entspannter, erfordert aber, dass man sich als Eltern mit seinen persönlichen Ansichten mehr zurücknimmt als früher, wobei das Äußern der eigenen Meinung für den Sprössling, auch hilfreich sein kann.

Du siehst als Eltern, stehst du immer wieder vor einer neue persönlichen Challenge, die dein Kind aber auch vor allem dich selbst verändert und demnach auf deinem Lebensweg weiterbringt.

Sicher fallen dir in den jeweiligen Stufen, individuelle Situationen ein, in denen du Schwierigkeiten hast dein Kind zu verstehen, oder es seinen Weg gehen zu lassen, also es loszulassen. Notiere dir diese Situationen und schau was der nächste Abschnitt dir an hilfreichen Möglichkeiten dazu bietet.

Wichtig ist aber, das du stets mit gesundem Menschenverstand handeln solltest, was das Loslassen und die damit gelieferte Freiheit, aber auch Gefahren für dein Kind angeht. Jede Entwicklungsstufe birgt neue Möglichkeiten des Loslassens. Immer dann wenn sich neue Situationen ergeben, an denen dein Kind lernen kann, solltest du überlegen wie weit du es loslassen kannst, damit es auf Entdeckungsreise gehen kann.

WAS GENAU KANN ELTERN HELFEN LOSLASSEN ZU LERNEN?

Die Einstellung

Loslassen, beginnt in deinem Kopf! Wenn du nicht begreifst, dass dein Kind ein weiteres Wesen, wie du selbst, auf dieser Erde bist und genau so ,wie du, erfahren und lernen muss, was es bedeutet am Leben zu sein, wirst du ständig versuchen es an dich zu binden und für es zu leben.

Entwickle eine natürliche Einstellung dazu, Mutter oder Vater zu sein. Denk an die Geburt. Natürlicher kannst du nicht loslassen (damit ist auch der Vater gemeint, auch er lässt den bisherigen Zustand der Schwangerschaft los und akzeptiert, das jetzt etwas Neues beginnt).

Schau auf deine innere Einstellung und …

mach dir bewusst, dass sich das Leben ständig verändert

♥ mach dir bewusst, dass du nicht immer alles richtig machen kannst (du lernst ja selbst noch)

erkenne, dass Loslassen nicht bedeutet, das du als Mutter und Vater versagt hast

akzeptiere, dass dein Kind/deine Kinder eigenständige Persönlichkeiten sind, die genau so wie du, ihre Erfahrungen als Mensch machen möchten

akzeptiere, dass es nicht immer so läuft wie du es gerne hättest

akzeptiere, dass dein Kind auch andere Ansichten/Werte haben kann als du

erkenne, dass auch du ein Mensch mit eigenen Bedürfnissen bist

erkenne, dass dein Kind immer dein Kind bleibt, auch wenn du loslässt und es in die Hände von Erziehern und Lehrern gibst oder es durch die Pubertät eigenständig wird.

 

Die eigenen Gefühle beeinflussen

Vorhin erwähnt, haben wir ein starkes Gefühl von Liebe für unsere Kinder. Dies ist ein wunderbarer natürlicher Aspekt damit Menschen gedeihen können. Damit du aber loslassen lernen kannst, solltest du dir dieser Gefühle ganz und gar bewusst werden. Denn wenn du weist was du eigentlich fühlst und für dein Kind willst, weist du auch was dir eventuell in der Beziehung zu deinem Kind Schwierigkeiten macht. Ist das geklärt, kannst du beginnen deine Gefühle zu beeinflussen. Denn wenn du anders denkst, verändern sich auch deine Gefühle, so dass sie dir und deinem Kind nicht mehr im Weg stehen. Stell dir also folgende Fragen:

was kann schlimmsten Falls geschehen, wenn ich jetzt loslasse und mein Kind eigene Erfahrungen machen lasse?

? was verliere ich wenn ich jetzt mal loslasse?

? was gewinne ich wenn ich jetzt loslasse?

? ist meine Angst begründet oder übertreibe ich da jetzt gerade?

? wer könnte mir helfen, diese Situation einmal anders zu betrachten?

? hatte ich schon einmal so eine Situation und wie habe ich da gehandelt?

? wie könnte ich mal anders auf diese Situation reagieren?

Manchmal hilft es auch, einfach mal eine fremde Person zu fragen, wie sie in so einer Situation reagieren würde. Klar dies erfordert Mut, jedoch bekommst du so, sehr viele unterschiedliche Handlungsalternativen, die dir helfen können eine Situation aus verschiedenen Perspektiven zu sehen. Und mit fremden, meine ich wirklich fremde Leute!

Sich erinnern

Du warst ja selbst einmal ein Kind und bist durch genau die gleichen Stufen gegangen wie dein Kind/deine Kinder jetzt. Überlege einmal, wie war das damals für dich, als du nach neuen Erfahrungen gestrebt hast und deine Eltern dich nicht loslassen konnten? Was hat dir zu schaffen gemacht und wie hättest du dir deine Eltern gewünscht? Und vor allem wann war es prima?

Jetzt als Erwachsener, kannst du das viel objektiver betrachten und siehst vielleicht, wann du doch besser etwas oder ganz loslassen solltest.

Stufenweise Loslassen

Das Loslassen, fällt Eltern wesentlich leichter, wenn sie diesen Prozess immer wieder in kleinen Dosen durchführen. Wie z. B. bei den Großeltern übernachten oder mal bei Freunden (übrigens ist das auch sehr wichtig für die eigene Partnerschaft, dazu aber in einem anderen Artikel). Diese Schrittweise Abnabelung von erst ein paar Stunden bis hin zu mehreren Tagen, hilft dir und auch deinem Kind, mit Veränderungen im Leben besser klar zu kommen. So z. B. wenn, dein Kind die Kita besuchen soll oder es alleine eine Busfahrt zur Schule bewältigen muss. Das Kind lernt selbständig ohne Mama und Papa an einem Ort zu sein, während du und der Vater lernen, dass euer Kind etwas auch alleine schaffen kann. Natürlich kann es auch Rückschläge geben, und die Oma oder die Erzieherin ruft an, das heute kein guter Tag ist. Das ist aber nicht schlimm, es wird immer wieder neue Tage geben an denen es wunderbar läuft und alle daran gewinnen.

So praktiziert, wird es dir auch leichter fallen, dein Kind/deine Kinder später beim Auszug loszulassen, um ihnen so (und letztlich dir/euch selbst) einen neuen Lebensabschnitt zu ermöglichen.

Dem Kind etwas zutrauen

Je öfter du deinem Kind zutraust etwas alleine zu meistern, und sei es nur auf die Kloschüssel zu sitzen, desto mehr vertraust du auf das Handeln deines Kindes. Es lernt Gefahren zu bewerten und einzuschätzen, während du dich entspannst und neue Situationen gelassener betrachtest. Wenn Kinder vor Neuem keine Angst sondern Respekt und Neugierde entwickeln, kannst du dich zurücklehnen und dir gewiss sein, das dein Kind das auch ohne dich schafft! Die Tochter meines Lebensgefährten, ist mitten in der Pubertät. Der erste Besuch beim Frauenarzt stand bevor. Mein Lebensgefährte ging so natürlich mit der Situation um, mit beim Frauenarzt zu sein, das seine Tochter eines Tages von der Schule kam und meinte. „Ach Papa, ich war vorhin beim Frauenarzt und habe mir einen Termin zur Kontrolle geholt, kommst du dann wieder mit?“. Na was sagt man dazu ;-).

„Vertrau deinem Kind, es ist so stark wie du es zulässt!“

DIE BESONDERE ZEIT DER PUBERTÄT

Eltern erleben diese Zeit als launisch und von Konflikten durchzogen. Die Jugendlichen zusätzlich als völlig fremd. Einerseits wollen sie noch Kind sein, andererseits erwachsen. Sie sind konfrontiert mit tausend neuen Gefühlen und Anforderungen die man an sie stellt, sodass alles etwas durcheinander wahrgenommen wird. Wenn Eltern bis zu diesem Tag eine gute vertrauensvolle Beziehung zu ihren Kindern aufgebaut haben, ist es ihnen möglich diese Beziehung neu zu gestalten. Wichtig für dich ist zu wissen, das du die Eltern-Kind-Beziehung nicht aufgibst, sondern sich diese auf eine andere Ebene gehoben wird. Von der Eltern-Kind-Ebene, begebt ihr euch auf eine Erwachsen-Erwachsen-Ebene!

Es hilft dir als Mutter und Vater sehr, wenn du verstehst was da gerade mit deinem Kind passiert. Es findet sich selbst! Akzeptiere, dass dein geliebtes Baby jetzt selbst erwachsen wird und alleine zurechtkommen kann (im weitesten Sinne ;-)). Akzeptiere einfach, das es abstand von dir braucht, dass es deine Ansichten in Frage stellt und sich die Haare färben will. Je mehr du dich über die hormongesteuerten verbalen Patzer und die Faulheit aufregst, desto mehr spitzt sich die Situation zu.

Pubertäres Verhalten ist Ausdruck der nun erkannten, eigenen Macht, welcher sich dein Kind jetzt bewusst wird.

Auch wenn sich die familiären Aktivitäten ab der Pubertät reduzieren, bleiben sie dennoch bestehen. Jetzt gilt nicht mehr so viel wie möglich mit dem Kind zu machen, sondern wenige aber hochwertige Gespräche und gemeinsame Zeit zu verbringen. Eltern die hier ein großes Stück loslassen können, gewinnen in dieser Zeit sehr viel an Freiheit. Den nun bleibt wieder mehr Zeit für die eigene Partnerschaft!

AUF DEN PUNKT GEBRACHT

Der Prozess des Loslassens der Eltern-Kind-Bindung, ist ein langer Prozess, welcher schon in den ersten Kindheitsjahren beginnt. Kinder loslassen bedeutet, sich selbst und den eigenen Kindern die Möglichkeit zu geben, sich auf neue Situationen einzulassen. Dabei hilft es Eltern sich selbst und ihre Gefühle und Motivationen genau zu betrachten und diese durch ihre eigenen Einstellungen und Gedanken zu regulieren. Es hilft auch sehr viel, sich zu erinnern wie es selbst für uns als Kind war. Mit was wir kämpfen mussten und was uns half. Lass dein Kind stückweise los und traue ihm zu, dass es etwas alleine kann. So ermöglichst du das dein Kind seine eigenen Erfahrungen machen kann. Gerade in der Pubertät muss es wachsen und zu sich selbst finden können. Dabei sind Konflikte zwar ein Stück unumgänglich, jedoch Zuviel davon stört die andere neue Erwachsenen-Beziehungsebene, welche sich während der Pubertät aufbaut.

Letztendlich können wir unseren Kindern nur Fürsorge, Liebe und Halt geben. Gehen, sprechen, Fehler machen, müssen sie von alleine. Und sieh es mal so, je natürlicher du loslässt, desto mehr hast du von deinem eigenen Leben und der Beziehung zu deinem Partner. Wir leben ja nicht nur um Eltern zu sein ;-).

Wie geht es dir als Mutter oder Vater damit, dein Kind loszulassen? Was hilft dir dabei? Teile es mit uns, denn jede Idee und Hilfe kann eine Hürde weniger bedeuten.
Wenn du noch mehr über das Loslassen erfahren möchtest, findest du in diesem Artikel noch weitere Informationen für dich.
 
 
 
 
 

Loslassen können aber wie?

Loslassen können aber wie?

Auftakt Artikel einer mehrteiligen Serie zum Thema Loslassen. Sind wir unbeständig, wenn wir loslassen? Bekommen wir etwas Wertvolles, wenn wir immerzu Probleme und Dinge horten, nur damit diese uns nicht verloren gehen? In beiden Fällen eindeutig nein! Loslassen ist dazu da sich weiter zu entwickeln und neue Möglichkeiten ins Auge zu fassen. Wie auch du Situationen erkennen kannst die du loslassen solltest, erfährst du in diesem Artikel.

Im Rahmen der Blogparade von Manuela, habe ich mich mit dem Thema Losslassen beschäftigt. Und da mir dieses Thema mal wieder sehr am Herzen liegt, werde ich die kommenden Freitage Verschiedene Aspekte dazu beleuchten. Loslassen als Eltern, Lebenspartner und Hochsensibler Mensch. Abboniere einfach meinen Blog, damit du keinen Beitrag verpasst.

DER MENSCH UND BINDUNG

Vom Tag unserer Geburt an, sind wir mit Menschen und Situationen um uns herum verbunden. Das ist wichtig und nötig, damit wir überleben und uns zurechtfinden können. Immer wieder halten oder klammern wir uns an Dinge, Menschen und Situationen um eine Sicherheit im Leben zu haben.

Wir ahmen die Eltern nach, verlieben uns in einen Partner, wählen diesen oder jenen Job, um unserem Dasein Wertigkeit zu geben. Rituale sind uns dabei sehr wichtig, da diese uns schlicht und einfach eine Menge Sicherheit geben. Natürlich halten wir deshalb an Dingen, Situation und Menschen fest, auch wenn wir uns z. B. weiter entwickelt haben und diese Menschen usw. nicht mehr zu uns passen.

Hin und wieder kommt es vor, das Personen unseres Umfeldes es nicht so toll finden, wenn wir uns verändern und etwas Loslassen, was doch bis dahin so wunderbar gepasst hat. Aber sind wir dann unbeständig oder gar bindungsunfähig wenn wir etwas Loslassen, das uns nicht mehr entspricht? Sicher nicht! Schließlich muss doch jeder selbst wissen, was das Beste für einen ist.

Gerade das Loslassen ist ein Teil unseres Seins, durch das wir uns vom kleinen Kind zum Jugendlichen und schließlich erwachsenen Menschen entwickeln können. Ohne Loslassen gescheit keine Entwicklung und somit auch keine Möglichkeit neue Bindungen in jeglicher Form einzugehen.

„Festhalten und Loslassen ist wie das Yin und Yang. Die gehören einfach zusammen“

Sissi Haupt

LOSLASSEN HAT MIT BEWUSSTHEIT ZU TUN

Ich selbst habe das in vielen Situationen erlebt. Ob ich Freundschaften losgelassen habe, mich von Lebenspartnern trennte oder von geliebten Menschen wie meiner Oma. Ja selbst das Ausmisten meiner Alten Kleider hat mich jedes Mal weitergebracht. Letzteres ist übrigens unglaublich befreiend!

Um etwas loslassen zu können, ist es aber erst einmal wichtig sich bewusst zu machen, das man überhaupt an etwas festhält, das man schon längst hätte verabschieden sollen. Also frage dich jetzt mal, ob es da nicht das eine oder andere gibt das:

  • Dich verlangsamt

  • Dich hemmt

  • Dich traurig stimmt

  • Dich immer wieder ärgert und dich zur Weißglut bringt

  • Dir oft zeigt wie unbefriedigend diese Situation ist

  • Dir Kraft raubt

Du siehst, diese Fragen haben viel mit Gefühlen zu tun. Ist ja auch klar, es geht ja um dich und deine Bindungen und die haben stets mit Gefühlen zu tun. Denk nur mal an deine Kleider im Schrank. Na, wie viele davon liegen schon etliche Zeiten da drin und werden nicht mehr getragen, sondern nur um gestapelt. Frage dich einmal, warum du dieses Shirt nicht einfach in die Tonne werfen kannst :-). Sieh es mal praktisch, wenn du es entsorgst, hast du wieder Platz für was Modernes.

Loslassen heißt, sich bewusst zu entscheiden etwas zu beenden, um sich oder anderen neue Türen zu öffnen.

WIE MERKE ICH DAS ICH LOSLASSEN SOLLTE?

Wenn du dir eben die oben gestellten Fragen ehrlich beantwortet hast, kannst du sie sicher mit konkreten Situationen verbinden. Mal ein Beispiel von mir. Ich hatte einmal eine Freundin, mit der ich sehr eng war. Wir lachten viel, gestalteten viel Freizeit miteinander und konnten über alles sehr offen reden. Eine sehr schöne Freundschaft. Irgendwann ging bei ihr eine Liebesbeziehung zu Ende und sie begann sich zu verändern. Sie war stichelnd zu mir, lachte mich aus, nahm mich nicht mehr für voll. Sie tat mir, wo sie konnte, einfach nur weh. Ein klärendes Gespräch brachte kurze Einsicht, doch dann wurde es nur noch schlimmer. In dieser Zeit ging es mir nach jedem Gespräch körperlich und emotional sehr schlecht. Ich hatte sogar Angst vor der nächsten Freizeitaktivität. Sogar mein Freund und Arbeitskollegen machten mich darauf aufmerksam das ich mir so ein abwertendes Verhalten doch nicht gefallen lassen könne, nur weil sie meine beste Freundin sei. Ich ließ mir nichts sagen und wollte sie einfach nicht aufgeben und ertrug Schmerz um Schmerz.  Bis zu einem Tag, an dem ich merkte, das ich ihr nichts mehr bedeutete und ich mich endlich entschloss die Freundschaft mit ihr zu beenden. Ich war auf einmal befreit, von Schmerz, von schlechten Gefühlen, und Gelähmtheit. 

Diese Situation könnte ich auch auf das Berufliche und sogar die eigene Familie übertragen. Die Symptome sind stets die gleichen. Ein unaufhörliches Unwohlsein in mir, das etwas einfach nicht mehr richtig ist. Hast du solche Auswirkungen auch schon erlebt?

Zu sehr festhalten, tut einfach nicht gut. Hör mal in dich hinein, ob du da etwas entdecken kannst, das dir gleiche oder ähnliche Symptome beschert. Frage dich was anders sein würde, wenn du diese Sache loslassen würdest? Etwas loszulassen hat auch wieder ein Stück weit mit deiner eignen Authentizität und deinen Werten zu tun, über die ich in der vergangenen Woche und vor einiger Zeit geschrieben habe. 

WAS GEWINNE ICH, WENN ICH LOSLASSE?

Wer schon einmal etwas losgelassen hat, der kennt die positiven Effekte. Du fühlst dich in erster Linie leichter, wie befreit von einer Last, schließlich hast du da einen ganz schönen Brocken mit dir herumgeschleppt. Du fühlst dich stark und selbstbewusst (ja das kann dich richtig pushen).  Auch wirst du die Dinge klarer sehen und kannst wieder Entscheidungen treffen, die dich weiter bringen. Es ist einfach eine gesamte Zufriedenheit, nach eigenem Ermessen gehandelt zu haben, auch wenn jetzt vielleicht viele neue Situationen zu meistern sind. 

LOSLASSEN AUF DEN PUNKT GEBRACHT

Wer emotionale Bindungen eingeht, ob mit Menschen, Dingen oder Situationen, steht irgendwann vor der Frage, ob er diese Bindungen festhalten will oder sie zum eigenen oder fremden Wohl loslässt. Das Loslassen von solchen Bindungen erfordert jedoch ein gewisses Maß an Bewusstheit. Bewusstheit darüber, wie eine Situation, ein Mensch oder Ding mir selbst das Leben schwer macht oder einschränkt. Spätestens, wenn körperliche und seelische Beschwerden hinzukommen, sollte man sich überlegen, ob Loslassen nicht die bessere Wahl ist. Schließlich  ist Loslassen nicht das Ende, sondern der Beginn von Neuem. Obendrein mit sehr vielen positiven Auswirkungen.

Hast du Tipps die helfen loszulassen? Dann teil sie mit uns. In der nächsten Woche, geht es um Eltern und das Loslassen der Kinder :-).





Authentizität – SO BIN ICH WIRKLICH!

Authentizität – SO BIN ICH WIRKLICH!

Firmen werben mit ihren authentischen Produkten und Kundenbetreuung. Menschen auf sozialen Netzwerken, wie zum Beispiel Facebook oder ­Instagram, knipsen Bilder von sich und bewerben sich selbst, in dem sie sagen, sie seien genau so. Urlauber werden gelockt mit authentischen Erlebnissen.

Aber was ist wirklich echt und was nur konstruiert? Warum ist uns der Begriff 

A U T E N T I Z I T Ä T so wichtig geworden? Was steckt hinter diesem Wort und vor allem was soll es uns vermitteln?

Jeder kennt sicher die Aussage „Im Job bin ich so, privat bin ich ganz anders!“ Was genau ist damit gemeint? Verstelle ich mich im Job oder im Privatleben? Sollte man mich beruflich mit Vorsicht genießen? Jeder von uns hat seine verschiedenen Rollen im Leben. Die Mutter, der Angestellte, der Freund, die Chefin, die Schwester, das Kind, der Projektleiter, die Managerin, der Arzt, die Erzieherin usw.

Innerhalb dieser Rollen bestehen Regeln, die wichtig und dienlich sind, um diese Rolle ausüben zu können. Die Mutter wird sich zu Hause anders verhalten, als wenn sie von 7:00 Uhr bis 13:00 Uhr ihrem Job in der Anwaltskanzlei nachgeht.

Ist sie deshalb eine Scheinheilige? In beiden Fällen ist sie höchst wahrscheinlich authentisch bei der Sache. 

WAS MACHT AUTHENTIZITÄT AUS?

Die Sozialpsychologen M. Kernis und B. Goldman haben vier Kriterien aufgestellt, welche alle erfüllt sein müssen, um sich selbst als authentisch wahrzunehmen. 

Bewusstsein

Wenn ich mir bewusst bin, was mir wichtig ist im Leben und zu was ich Stellung beziehen kann, wird es mir leichter fallen mein Handeln bewusst wahrzunehmen und meinen Werten entsprechend zu agieren. Das hilft in meinen verschiedenen Rollen so zu bleiben, wie ich bin und meine Werte konsequent zu leben.

Ehrlichkeit

Wer authentisch sein möchte, muss auch die ehrlichen Antworten von andern aushalten können. Was hilft es dir authentisch zu sein, wenn du andere Meinungen nicht tolerierst?

Aufrichtigkeit

Wer anderen etwas vorspielt, um einen Schein aufrechtzuerhalten, wird auf Dauer keine Authentizität gegenüber sich und Dritten entwickeln können. Jeder sollte sich bewusst machen, dass auch negative Dinge zu seiner Persönlichkeit gehören. Denn gerade wenn ich authentisch sein will, muss ich auch eingestehen, dass ich etwas nicht gut gemacht habe oder ein Sachverhalt einfach völlig anders ist.

Konsequenz

Letztlich erkennen wir authentische Menschen an ihrem dauerhaftem, konsequenten Handeln und Wirken. Eintagsfliegen bleiben uns nicht im Gedächtnis. Ist es dir wichtig authentisch zu sein?

WARUM IST UNS AUTHENTIZITÄT SO WICHTIG GEWORDEN?

Ganz einfach, damit wir unterscheiden können, wer es ernst und ehrlich mit uns meint. Bei all den Versprechen in Werbung usw. wird uns suggeriert wie großartig, toll, einzigartig, kundenorientiert alles ist und dass man es nur gut mit uns meint. Das Wort authentisch wird in diesem Zusammenhang regelrecht missbraucht. Ist es da nicht verwunderlich, wenn wir uns nach etwas ECHTEM sehnen?

Wir sehen uns unser Gegenüber inzwischen viel kritischer und länger an als noch vor ein paar Jahren. Ganz einfach deshalb, weil wir in kein Fettnäpfchen mit ungewissem Pseudoinhalt treten möchten, der uns am Ende eine Menge Geld aus der Tasche zieht. Wir wollen nichts mit Lügnern und scheinheiligen Menschen zu tun haben. Sondern uns auf jemanden oder ein Produkt verlassen können!

Wen wir als echt einstufen, bekommt unser Vertrauen. Dem können wir uns öffnen und fühlen uns auf der sicheren Seite, weil wir ihn einschätzen und dieser für uns berechenbar wird.

AUTHENTIZITÄT UND INDIVIDUALITÄT

Menschen, die authentisch leben, empfinden wir auch als Individualisten. Die wissen was sie tun und sie machen es aus Überzeugung. Das beeindruckt uns, auch wenn es negative Verhaltensweisen sind. Solche Menschen sind regelrecht meinungsresistent. Da wo andere der Werbung oder dem Gruppendruck nachgeben, bleiben diese Menschen bei ihren W E R T E N! Sie stehen zu sich und ihren Ansichten. Ich gebe zu, so zu sein, ist heut zutage nicht wirklich einfach. Wir wollen so individuell wie möglich sein, und kopieren aber im gleichen Atemzug andere nur, um zu gefallen. 

„Da frage ich mich, wer sind wir wirklich?“

FAZIT

Authentisch sein ist ein ganzes Stück Arbeit. Von der eigenen Selbstreflexion über das Bewusst machen und Leben der eigenen Werte, bis hin zu Toleranz anderen und ihren Meinungen gegenüber. Ehrlich zu anderen sein ist nicht einfach, ehrlich sein mit sich selbst ist noch viel schwieriger. Sei wirklich so wie du bist, und respektiere andere. Du schaffst dir damit ein Riesenstück Freiheit und vor allem Individualität­.

 
 
 
 

Ich wünsche dir einen schönen Feiertag und 

„Hab Mut zu dir selbst und sei authentisch!“






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