Selbstcoaching-Frage-Montag #9

Selbstcoaching-Frage-Montag #9

Bereits zum 9. Mal stelle ich euch hier eine Selbstcoaching-Frage und hoffe das ihr wieder viel daraus ziehen könnt. Das Fest der Liebe nähert sich, alles beginnt so speziell zu funktionieren. Die Einstimmung ist wohl das Geheimnis, des Weihnachtsfestes. Es ist eine Art Vorfreude die, die meisten von uns ereilt wenn es ende November zugeht. Aber mit wem teile ich meine Freude?

Dieser Frage kannst du heute intensiv nachgehen.

Bereits Ende November heißt es „Oh, bald ist der erste Advent, und ich muss mir noch Gedanken über den Adventskranz machen“. Vielleicht auch erst 1 Tag vor dem ersten Advent hat es auch den letzten erwischt und er beginnt sich auf das Weihnachtsfest einzustimmen. Aber wir sind ja nicht alleine unterwegs in dieser besonderen Zeit. Deshalb meine Frage an dich Heute:

Wem möchtest du in der Adventszeit nahe sein und von deiner Freude auf das Fest der Feste etwas abgeben?

Sind es deine Kinder, deine Frau, dein Partner, Freunde oder die Eltern? Vielleicht magst du diese Freude auch mit keinem Teilen, weil sie ein inniger Schatz von dir ist und die Anderen eher Weihnachtsmuffel sind. Selbst wenn letzteres der Fall ist, gibt es sicher jemanden auch wenn´s der Weihnachtsmuffel ist, mit dem du deine Vorfreude gerne teilen würdest. Wer ist es?

Wie zeigst du deine Freude und weiß der oder diejenige, wie wichtig dir es ist Freude zu teilen ist?

 

Eine besinnliche Inspiration wünsche ich dir heute

Sissi

Lust auf mehr Selbstcoaching Fragen, dann starte hier. Benötigst du Hilfe oder ein individuelle Coaching findest du hier meine Angebote. Bis bald!

Loslassen lernen – In der Partnerschaft

Loslassen lernen – In der Partnerschaft

Du wünschst dir sicher auch einen Partner, der mit dir durch dick und dünn geht. Eine Partnerschaft in der gelacht wird und auch gemeinsam geweint. Schutz soll sie dir geben und der Sex darf ruhig erfüllend sein. Eigentlich ganz passable Wünsche an einen Partner und eine Partnerschaft. Wieso nur verlaufen Beziehungen und Ehen nicht nach dem Wunschprinzip?

Kleine Anmerkung! Zur Vereinfachung des Schreibens habe ich die männliche Form Partner gewählt, damit ist aber auch die Partnerin gemeint!

Du wünschst dir sicher auch einen Partner, der mit dir durch dick und dünn geht. Eine Partnerschaft in der gelacht wird und auch gemeinsam geweint. Schutz soll sie dir geben und der Sex darf ruhig erfüllend sein. Eigentlich ganz passable Wünsche an einen Partner und eine Partnerschaft. Wieso nur verlaufen Beziehungen und Ehen nicht nach dem Wunschprinzip?

Es ist so herrlich frisch verliebt zu sein. Die Schmetterlinge im Bauch ziehen ihre Runden, die Welt hängt voller Seifenblasen. Die rosarote Brille steht uns ja so gut und wenn es nach uns ginge, würden wir sie nie wieder absetzten.

Auch wenn die glückliche, harmonische, enge Zweisamkeit supertoll ist, werden wir sie mit der Zeit gegen Vertrauen und aneinander gewöhnt sein tauschen. Das ist nichts Schlechtes!

Es ist einfach eine andere wertvollere Ebene, auf der wir unsere Beziehung jetzt leben. Und genau hier fängt es an, ab und an zu knistern. Nämlich dann, wenn wir zu hohe Erwartungen an unseren Partner stellen. Er/Sie soll gefälligst immer so zuvorkommend, lieb und nur für mich da sein, wie am Anfang. Ganz ehrlich? Das geht nicht! Nicht auf diese Weise. Ganz einfach, weil ihr zwei hübschen, zwei unterschiedliche und eigenständige Wesen seid. Jeder von euch beiden hat seine Ansichten, Werte und Bedürfnisse. Und vor allem auch ein Stück Vergangenheit.

Denk mal nach, weshalb hat dich dein Partner so sehr in den Bann gezogen, dass du bei ihm bleiben wolltest?

Genau! Weil er so war, wie er eben ist. Jetzt sagst du vielleicht, „aber jetzt ist er/sie ganz anders und das gefällt mir nicht“. Ja das ist durchaus möglich! Weil er und/oder du sich ganz einfach weiterentwickelt haben. Betrachte dich einmal vor 5 Jahren und dann schau auf dich, wie du jetzt bist. Du bist zwar immer noch du selbst, aber du hast an Reife und Erfahrung gewonnen. Das hat dich verändert, genau so wie deinen Partner!

Wenn du hier etwas loslassen kannst von der Vergangenheit und dich auf das neue Muster von dir, ihm und euch einlassen kannst, vermeidest du dich an etwas zu klammern, das es nicht mehr gibt.

„Festhalten lähmt, nicht nur die Partnerschaft, sondern auch dich selbst!“

DIE KUNST IN DER PARTNERSCHAFT LOSZULASSEN

Es fällt einfach schwer, loszulassen! Sich von jemandem oder etwas zu lösen erscheint uns wie ein riesengroßer Kraftakt. Der Schmerz etwas zu verlieren kann uns regelrecht hilflos, traurig und depressiv machen. Aber denk mal nach, sich festzuklammern an etwas, das dir nicht gut tut, hat genau die gleichen Effekte, und sogar noch schlimmere!

Aber so schwer kann loslassen letztlich nicht wirklich sein, denn aus so vielen Quellen (ich eingeschlossen) wird beschrieben, wie befreiend und leicht es ist, wenn losgelassen wurde.

Loslassen in deiner Partnerschaft, muss nicht gleich heißen, dass du dich von ihm/ihr trennst. Loslassen gibt einfach mehr Raum. Platz, um miteinander Neues zu entdecken und sich weiter zu entwickeln.

Denk einfach mal nach, in welchen Situationen dich etwas an deinem Partner aufregt und du es gerne anders hättest. Du mal wieder an die Wand redest. Du deinem Partner erneut einen Ausrutscher vorwirfst, den du noch immer nicht verwunden hast. Du schon wieder etwas tust, ohne dafür einen Dank zu bekommen.

Was würde passieren, wenn du mal nicht so handelst wie üblich?

Eine spannende Frage nicht war?

Die Kunst des Loslassen Lernens in der Partnerschaft, besteht also darin, einfach mal etwas anders zu tun als sonst. Und dir davor mal Gedanken zu machen, warum es dir so schwer fällt, deinen Partner oder dessen Verhaltensweisen loszulassen. Außerdem solltest du dich fragen, was du denn erreichen willst, wenn du festhältst und vor allem, was du gewinnst wenn du nicht loslässt?

WAS DA SO IM KOPF ABGEHT

Rede dir ja nicht ein, dass du niemals mehr einen neuen Partner finden wirst, weil du zu komisch bist, zu dünn, zu dick, zu arm, zu reich usw. Das dich dein Partner nicht mehr mag, wenn er anfängt, jede Woche ins Fitnessstudio zu gehen oder in einen Bastelkreis ;-). Dass dein Partner, sich doch noch ändern wird und alles, wie im Garten Eden sein wird. Dass es nur einen einzigen perfekten Partner für dich gibt – nämlich den jetzigen. Und rede dir ja nicht ein, dass du etwas verlierst, wenn du loslässt!

Wenn du dich bewusst entschließt loszulassen, kannst du gar nicht verlieren, weil du dich ja entschieden hast es loszulassen!

DU, ER UND IHR ZWEI BEIDE KÖNNT NUR G E W I N N E N

Denn, es hat einige Vorteile, wenn du loslässt!

  • du verschwendest keine Energie mehr etwas so zu behalten, wie es mal war

  • du entwickelst dich, deinen Partner und eure Beziehung zueinander

  • du kannst deine Bedürfnisse leben, ohne Angst wieder in einem Konflikt zu enden

  • du wirst stärker um dich aus einer belastenden Partnerschaft zu lösen

  • du wirst schneller verzeihen und dich so mehr auf die glücklichen Momente in der Partnerschaft einlassen

  • du hast Raum um dich zu entfalten

  • du hast kein schlechtes Gewissen gegenüber deinem Ex-Partner

  • du musst dich nicht ständig verteidigen

  • du nimmst deinen Partner als eigenständiges Individuum wahr

  • du lernst deinen Partner und seine Einzigartigkeit noch besser kennen

  • du hast keine körperlichen Beschwerden mehr

  • du öffnest deinen Geist für neues

Was hält dich auf? Brauchst du Unterstützung? Welch Zufall, ich kann dir da helfen ;-). Vielleicht hilft dir auch dieser Artikel über das Loslassen lernen weiter.

FAZIT

Lass einfach los, du kannst nur gewinnen, wenn du z. B. deinen Ex-Partner loslässt. Mal ehrlich, willst du jemanden zurückhaben, bei dem du dich nicht entfalten konntest, oder bei dem du dich unwohl fühlst? Oder ständig an etwas festhalten, das schon längst Vergangenheit geworden ist? Erinnerungen sind etwas schönes, deshalb nennen wir sie auch Erinnerungen, weil sie nicht mehr vorhanden sind. Also, ich glaube an dich das du es lernst loszulassen um deiner jetzigen Beziehung einen neuen Raum zu ermöglichen!

Bis ganz bald!

Sissi

Gibt es Rituale in deiner Beziehung die helfen einander genug Freiraum zu geben?
Ich bin gespannt auf deine Antwort.
 
 
 
 
 

So lernen Eltern loslassen

So lernen Eltern loslassen

Wer eigene Kinder hat, der weiß wie schwer es fallen kann, sein Kind in bestimmten Situationen loszulassen, so dass es seine eigenen Erfahrungen machen kann. Schließlich möchten alle Mamas und Papas, dass es ihren Kindern stets gut geht. Zuviel festhalten ist aber entwicklungshemmend und nicht immer förderlich. Die eigenen Kinder loslassen können kann aber erlernt werden, den das ist wichtig damit die kleinen, zu eigenständigen Menschen heranwachsen können.


Der heutige Artikel ist mein Gastbeitrag zu Manuelas Blogparade, auf ihrem Blog Herzcoaching.

Etwas loslassen können, ist eine Form von Anpassung an ein Ereignis oder eine Situation. Gerade in der Erziehung werden Eltern, in regelmäßigen Abständen, mit neuen Situationen konfrontiert. Dann heißt es jedes mal von neuem Abzuwägen, wie weit lasse ich los?

Kinder loslassen fängt schon bei der Geburt an. Die Mutter lässt das Kind in sich los, damit es auf die Welt kommen kann und außerhalb des bisherigen Körpers zu existieren beginnt. Eine Weile später lässt eine Mutter erneut los, wenn nicht mehr über die Brust gestillt wird. Wieder später lassen Mutter und Vater los, wenn das Kind alleine zu gehen beginnt und sie den Sprössling nicht mehr Tag und Nacht herumtragen müssen.

Loslassen in diesen Situationen, ist ein natürlicher Prozess, der vorprogrammiert ist und auf den sich Eltern automatisch einlassen. Ganz einfach weil dieses Loslassen notwendig ist, damit das Kind wachsen und Erfahrungen sammeln kann. Stell dir einmal vor du würdest dein Kind stillen, bis es 8 Jahre alt ist oder du würdest es herumtragen, solange du sein Gewicht noch halten kannst, ohne ihm die Chance zu geben selbst seine Beine oder seinen Mund zu benutzen. Ja genau, ein wenig seltsam nicht war?

WESHALB FÄLLT ES ELTERN SCHWER, IHR KIND IN EINIGEN SITUATIONEN LOSZULASSEN?

Um diese Frage zu beantworten, stelle ich dir folgende Frage: „Wenn du an dein Kind/deine Kinder denkst, was ist dir am wichtigsten?“

das sie sich geliebt fühlen?

das ihnen nichts Schlimmes geschieht?

das sie keine Angst haben?

das es ihnen stets gut geht?

das sie versorgt sind?

Egal welche Antwort du gibst, sie hat immer mit Umsorgen zu tun. Die Mutter und der Vater müssen vom ersten Moment an (die Frau sogar während der Schwangerschaft) 100 % da sein, damit dieses kleine Wesen überleben kann. Ohne Zuneigung und Pflege, würde kein Mensch überleben können, sobald er den weiblichen Körper verlassen hat. Genau betrachtet, benötigt der Mensch viele Jahre, bis er körperlich, emotional und rational in der Lage ist, sich selbst ausreichend zu versorgen.

Eine sehr lange Bindungszeit die da entsteht. Genau wegen dieser Bindungszeit und Hilflosigkeit des Kindes zu Beginn, fällt es Eltern schwer sich vom eigenen Kind zu trennen und es in die Welt hinaus zu schicken.

Vielleicht kennst du den Satz:

„Wenn du dein Kind wirklich liebst, dann lass es los“!

Puh leichter gesagt als getan, wenn du dein Kind liebst und nicht möchtest das ihm schlimmes widerfährt. Aber keine Sorge, gleich gibt es ein paar wertvolle Tipps dazu.

WANN SOLLTEN ELTERN LOSLASSEN?

Es gibt ein paar Situationen im Leben eines neuen Menschen und dessen Eltern, wo Loslassen viele neue Möglichkeiten der Entwicklung bietet. Dies sind z. B.

STUFE 1

– das Übernachten bei den Großeltern

– der Eintritt in die Kita

– Spielen bei den Freunden (allein)

– den Nachhauseweg alleine laufen

—> die elementaren Erfahrungen der Selbständigkeit und eigener Identität

STUFE 2

– in die Schule kommen

– Hobbys entdecken

– die Pubertät

—> weiterführende Erfahrungen der Selbständigkeit und Identitätsfindung

STUFE 3

– die Berufswahl

– der Auszug in eine eigene Wohnung

– die Partnerwahl/Hochzeit/eigene Kinder

—> Identitätsfestigung

Wie du hier siehst, gliedere ich das Loslassen in drei verschiedene Stufen. Die erste Stufe ist sehr elementar und einfach gestrickt, in Bezug auf Lernen und Loslassen. Während die zweite schon viel komplexer gestaltet ist und viel mehr von dem Kind und auch den Eltern abverlangt. Die dritte Stufe, ist etwas entspannter, erfordert aber, dass man sich als Eltern mit seinen persönlichen Ansichten mehr zurücknimmt als früher, wobei das Äußern der eigenen Meinung für den Sprössling, auch hilfreich sein kann.

Du siehst als Eltern, stehst du immer wieder vor einer neue persönlichen Challenge, die dein Kind aber auch vor allem dich selbst verändert und demnach auf deinem Lebensweg weiterbringt.

Sicher fallen dir in den jeweiligen Stufen, individuelle Situationen ein, in denen du Schwierigkeiten hast dein Kind zu verstehen, oder es seinen Weg gehen zu lassen, also es loszulassen. Notiere dir diese Situationen und schau was der nächste Abschnitt dir an hilfreichen Möglichkeiten dazu bietet.

Wichtig ist aber, das du stets mit gesundem Menschenverstand handeln solltest, was das Loslassen und die damit gelieferte Freiheit, aber auch Gefahren für dein Kind angeht. Jede Entwicklungsstufe birgt neue Möglichkeiten des Loslassens. Immer dann wenn sich neue Situationen ergeben, an denen dein Kind lernen kann, solltest du überlegen wie weit du es loslassen kannst, damit es auf Entdeckungsreise gehen kann.

WAS GENAU KANN ELTERN HELFEN LOSLASSEN ZU LERNEN?

Die Einstellung

Loslassen, beginnt in deinem Kopf! Wenn du nicht begreifst, dass dein Kind ein weiteres Wesen, wie du selbst, auf dieser Erde bist und genau so ,wie du, erfahren und lernen muss, was es bedeutet am Leben zu sein, wirst du ständig versuchen es an dich zu binden und für es zu leben.

Entwickle eine natürliche Einstellung dazu, Mutter oder Vater zu sein. Denk an die Geburt. Natürlicher kannst du nicht loslassen (damit ist auch der Vater gemeint, auch er lässt den bisherigen Zustand der Schwangerschaft los und akzeptiert, das jetzt etwas Neues beginnt).

Schau auf deine innere Einstellung und …

mach dir bewusst, dass sich das Leben ständig verändert

♥ mach dir bewusst, dass du nicht immer alles richtig machen kannst (du lernst ja selbst noch)

erkenne, dass Loslassen nicht bedeutet, das du als Mutter und Vater versagt hast

akzeptiere, dass dein Kind/deine Kinder eigenständige Persönlichkeiten sind, die genau so wie du, ihre Erfahrungen als Mensch machen möchten

akzeptiere, dass es nicht immer so läuft wie du es gerne hättest

akzeptiere, dass dein Kind auch andere Ansichten/Werte haben kann als du

erkenne, dass auch du ein Mensch mit eigenen Bedürfnissen bist

erkenne, dass dein Kind immer dein Kind bleibt, auch wenn du loslässt und es in die Hände von Erziehern und Lehrern gibst oder es durch die Pubertät eigenständig wird.

 

Die eigenen Gefühle beeinflussen

Vorhin erwähnt, haben wir ein starkes Gefühl von Liebe für unsere Kinder. Dies ist ein wunderbarer natürlicher Aspekt damit Menschen gedeihen können. Damit du aber loslassen lernen kannst, solltest du dir dieser Gefühle ganz und gar bewusst werden. Denn wenn du weist was du eigentlich fühlst und für dein Kind willst, weist du auch was dir eventuell in der Beziehung zu deinem Kind Schwierigkeiten macht. Ist das geklärt, kannst du beginnen deine Gefühle zu beeinflussen. Denn wenn du anders denkst, verändern sich auch deine Gefühle, so dass sie dir und deinem Kind nicht mehr im Weg stehen. Stell dir also folgende Fragen:

was kann schlimmsten Falls geschehen, wenn ich jetzt loslasse und mein Kind eigene Erfahrungen machen lasse?

? was verliere ich wenn ich jetzt mal loslasse?

? was gewinne ich wenn ich jetzt loslasse?

? ist meine Angst begründet oder übertreibe ich da jetzt gerade?

? wer könnte mir helfen, diese Situation einmal anders zu betrachten?

? hatte ich schon einmal so eine Situation und wie habe ich da gehandelt?

? wie könnte ich mal anders auf diese Situation reagieren?

Manchmal hilft es auch, einfach mal eine fremde Person zu fragen, wie sie in so einer Situation reagieren würde. Klar dies erfordert Mut, jedoch bekommst du so, sehr viele unterschiedliche Handlungsalternativen, die dir helfen können eine Situation aus verschiedenen Perspektiven zu sehen. Und mit fremden, meine ich wirklich fremde Leute!

Sich erinnern

Du warst ja selbst einmal ein Kind und bist durch genau die gleichen Stufen gegangen wie dein Kind/deine Kinder jetzt. Überlege einmal, wie war das damals für dich, als du nach neuen Erfahrungen gestrebt hast und deine Eltern dich nicht loslassen konnten? Was hat dir zu schaffen gemacht und wie hättest du dir deine Eltern gewünscht? Und vor allem wann war es prima?

Jetzt als Erwachsener, kannst du das viel objektiver betrachten und siehst vielleicht, wann du doch besser etwas oder ganz loslassen solltest.

Stufenweise Loslassen

Das Loslassen, fällt Eltern wesentlich leichter, wenn sie diesen Prozess immer wieder in kleinen Dosen durchführen. Wie z. B. bei den Großeltern übernachten oder mal bei Freunden (übrigens ist das auch sehr wichtig für die eigene Partnerschaft, dazu aber in einem anderen Artikel). Diese Schrittweise Abnabelung von erst ein paar Stunden bis hin zu mehreren Tagen, hilft dir und auch deinem Kind, mit Veränderungen im Leben besser klar zu kommen. So z. B. wenn, dein Kind die Kita besuchen soll oder es alleine eine Busfahrt zur Schule bewältigen muss. Das Kind lernt selbständig ohne Mama und Papa an einem Ort zu sein, während du und der Vater lernen, dass euer Kind etwas auch alleine schaffen kann. Natürlich kann es auch Rückschläge geben, und die Oma oder die Erzieherin ruft an, das heute kein guter Tag ist. Das ist aber nicht schlimm, es wird immer wieder neue Tage geben an denen es wunderbar läuft und alle daran gewinnen.

So praktiziert, wird es dir auch leichter fallen, dein Kind/deine Kinder später beim Auszug loszulassen, um ihnen so (und letztlich dir/euch selbst) einen neuen Lebensabschnitt zu ermöglichen.

Dem Kind etwas zutrauen

Je öfter du deinem Kind zutraust etwas alleine zu meistern, und sei es nur auf die Kloschüssel zu sitzen, desto mehr vertraust du auf das Handeln deines Kindes. Es lernt Gefahren zu bewerten und einzuschätzen, während du dich entspannst und neue Situationen gelassener betrachtest. Wenn Kinder vor Neuem keine Angst sondern Respekt und Neugierde entwickeln, kannst du dich zurücklehnen und dir gewiss sein, das dein Kind das auch ohne dich schafft! Die Tochter meines Lebensgefährten, ist mitten in der Pubertät. Der erste Besuch beim Frauenarzt stand bevor. Mein Lebensgefährte ging so natürlich mit der Situation um, mit beim Frauenarzt zu sein, das seine Tochter eines Tages von der Schule kam und meinte. „Ach Papa, ich war vorhin beim Frauenarzt und habe mir einen Termin zur Kontrolle geholt, kommst du dann wieder mit?“. Na was sagt man dazu ;-).

„Vertrau deinem Kind, es ist so stark wie du es zulässt!“

DIE BESONDERE ZEIT DER PUBERTÄT

Eltern erleben diese Zeit als launisch und von Konflikten durchzogen. Die Jugendlichen zusätzlich als völlig fremd. Einerseits wollen sie noch Kind sein, andererseits erwachsen. Sie sind konfrontiert mit tausend neuen Gefühlen und Anforderungen die man an sie stellt, sodass alles etwas durcheinander wahrgenommen wird. Wenn Eltern bis zu diesem Tag eine gute vertrauensvolle Beziehung zu ihren Kindern aufgebaut haben, ist es ihnen möglich diese Beziehung neu zu gestalten. Wichtig für dich ist zu wissen, das du die Eltern-Kind-Beziehung nicht aufgibst, sondern sich diese auf eine andere Ebene gehoben wird. Von der Eltern-Kind-Ebene, begebt ihr euch auf eine Erwachsen-Erwachsen-Ebene!

Es hilft dir als Mutter und Vater sehr, wenn du verstehst was da gerade mit deinem Kind passiert. Es findet sich selbst! Akzeptiere, dass dein geliebtes Baby jetzt selbst erwachsen wird und alleine zurechtkommen kann (im weitesten Sinne ;-)). Akzeptiere einfach, das es abstand von dir braucht, dass es deine Ansichten in Frage stellt und sich die Haare färben will. Je mehr du dich über die hormongesteuerten verbalen Patzer und die Faulheit aufregst, desto mehr spitzt sich die Situation zu.

Pubertäres Verhalten ist Ausdruck der nun erkannten, eigenen Macht, welcher sich dein Kind jetzt bewusst wird.

Auch wenn sich die familiären Aktivitäten ab der Pubertät reduzieren, bleiben sie dennoch bestehen. Jetzt gilt nicht mehr so viel wie möglich mit dem Kind zu machen, sondern wenige aber hochwertige Gespräche und gemeinsame Zeit zu verbringen. Eltern die hier ein großes Stück loslassen können, gewinnen in dieser Zeit sehr viel an Freiheit. Den nun bleibt wieder mehr Zeit für die eigene Partnerschaft!

AUF DEN PUNKT GEBRACHT

Der Prozess des Loslassens der Eltern-Kind-Bindung, ist ein langer Prozess, welcher schon in den ersten Kindheitsjahren beginnt. Kinder loslassen bedeutet, sich selbst und den eigenen Kindern die Möglichkeit zu geben, sich auf neue Situationen einzulassen. Dabei hilft es Eltern sich selbst und ihre Gefühle und Motivationen genau zu betrachten und diese durch ihre eigenen Einstellungen und Gedanken zu regulieren. Es hilft auch sehr viel, sich zu erinnern wie es selbst für uns als Kind war. Mit was wir kämpfen mussten und was uns half. Lass dein Kind stückweise los und traue ihm zu, dass es etwas alleine kann. So ermöglichst du das dein Kind seine eigenen Erfahrungen machen kann. Gerade in der Pubertät muss es wachsen und zu sich selbst finden können. Dabei sind Konflikte zwar ein Stück unumgänglich, jedoch Zuviel davon stört die andere neue Erwachsenen-Beziehungsebene, welche sich während der Pubertät aufbaut.

Letztendlich können wir unseren Kindern nur Fürsorge, Liebe und Halt geben. Gehen, sprechen, Fehler machen, müssen sie von alleine. Und sieh es mal so, je natürlicher du loslässt, desto mehr hast du von deinem eigenen Leben und der Beziehung zu deinem Partner. Wir leben ja nicht nur um Eltern zu sein ;-).

Wie geht es dir als Mutter oder Vater damit, dein Kind loszulassen? Was hilft dir dabei? Teile es mit uns, denn jede Idee und Hilfe kann eine Hürde weniger bedeuten.
Wenn du noch mehr über das Loslassen erfahren möchtest, findest du in diesem Artikel noch weitere Informationen für dich.