Die eigenen Werte Leben! Teil 2

Die eigenen Werte Leben! Teil 2

Im zweiten Teil der Miniserie über unsere Werte, gehen wir etwas intensiver auf die persönlichen Werte  ein. „Was genau verstehen wir unter den einzelnen Werten“? „Welche Werte können momentan gelebt werden und welche nicht“? Wo liegt der Ursprung einiger Werte?

Im letzen Post, konntest du selbst eine Liste erstellen, mit den Werten die dir in deinem Leben wichtig sind. 

Wenn du recht fleissig warst, hast du nun eine Liste mit vielen Werten vor dir liegen. Wie z.B. Familie, Religion, Ordnung, Wohlstand, Freiheit, Sexualität, Aktivität, Zuverlässigkeit usw. Falls dir noch Ideen fehlen was für Werte es alles gibt, hilft dir vielleicht die WERTELISTE von David weiter.
Deine Liste zeigt dir die Werte, die in deinem Leben eine Rolle spielen. Ob es tatsächlich deine Werte sind und was genau du unter deinen Werten verstehst, finden wir jetzt heraus!

SCHRITT 1 genau hinsehen und aufs Bauchgefühl hören!

Nimm dir bitte ein neues Blatt Papier und schreibe dort eines der Wörter deiner Liste auf. Stell dir jetzt so genau wie möglich eine Situation vor, in der du diesen Wert erlebt/gelebt hast. Versetze dich genau in diese Situation hinein. 





  • Fühlst du dich bei der Erinnerung wohl oder unwohl? (wenn du dich unwohl fühlst, frag dich was genau dir Unwohlsein bereitet)
  • Legst du auch in Stress Situationen, viel auf diesen Wert, und das er zu tragen kommt?
  • In Welchen Situationen merkst du, dass du diesen Wert lebst?
  • Wie sieht das Leben eines Menschen aus, der diesen Wert mit vollem Herzen lebt? Wie sieht das bei dir aus?
  • Was währe anders, wenn du diesen Wert, als Mittelpunkt in deinem Leben hättest? 
  • Wo kommt dieser Wert her? Wo hat er seinen Ursprung? (Eltern, Partner, Freunde, dir selbst…?) 
  • Bei welchen Entscheidungen, hat dieser Wert dich beeinflusst? 

Schreibe dir deine Antworten auf, damit du sie für später zur Verfügung hast. Lass dir Zeit und gehe jeden Begriff einzeln durch. Bei der 1. Frage in der Liste, kann ein Unwohlsein Hinweis darauf sein, das dieser Wert nicht wirklich deiner inneren Wertvorstellung entspricht. Eventuell ist es ein übernommener Wert der sich in dir festgesetzt hat. Die 2. Frage gibt dir Aufschluss darüber, wie du in spontanen Situationen reagierst und was du in dieser Situation als wichtig erachtest. Ein Linkshänder wird spontan auch stets nur mit seiner linken Hand nach etwas greifen! Nach welchem Wert, hast du also spontan reagiert?

Werte die tief in uns verankert sind, kommen in spontanen Situationen ans Licht. Da entscheidest du nicht nach der Wertvorstellung eines anderen!




SCHRITT 2 Stellenwert feststellen

Nachdem du also deine notierten Werte, einmal ganz genau unter die Lupe genommen hast, ist es an der Zeit heraus zu finden, welche dieser Werte dir wirklich wichtig sind, und welche eher nicht.

Schau dir nacheinander jeden deiner Werte erneut an, und gib ihm einen Stellenwert! Dafür denkst du dir eine Wertungsleiste von 0 bis 5.

0 bedeutet: „Der Wert ist mir überhaupt nicht wichtig“ und 
5 bedeutet: „Dieser Wert ist mir am wichtigsten“.

Gib nun jedem dieser Werte eine Zahl. Sei dabei spontan und höre auf dein Inneres! Werte welche die Zahlen 4 und 5 haben zählen zu deinen stärksten Werten. Vielleicht sagst du aber auch das ein 3er für dich noch wertvoll ist, dann nimmst du den auch noch mit hinzu. Die Wertungen 0-2 sind für dein Leben nicht so sehr wichtig, oder bei genauerer Betrachtung vielleicht sogar übernommene Werte.

Umkringel die 4 und 5er mit einem farbigen Stift. So nun kennst du deine innersten, wichtigsten Werte.
Hast du meine abschließenden Fragen aus dem letzen Post beantwortet? Wenn nicht, kannst du sie hier noch einmal nachlesen.




SCHRITT 3 sei ehrlich zu dir selbst

Jetzt darfst du, ganz ehrlich zu dir sein! Keiner sieht dir zu, niemand kontrolliert dich. Welcher der eingekreisten Werte, ist für dich Lebenswichtig? Ist einer wichtiger als der andere? In welchen Lebensbereichen, ist dir dieser Wert wichtig? Bei welchem Wert könntest du Kompromisse eingehen? Ist es wirklich dein Wert? Kannst du in deiner jetzigen Situation diesen Wert wirklich leben? Was brauchst du um ihn leben zu können?

Ja ich weiss, das sind wirklich eine Menge Fragen die nicht so einfach zu beantworten sind. Deshalb lass dir Zeit. Nimm dir täglich einen oder zwei Werte vor. Durchforste dein Leben nach diesem Wert und wie du ihn lebst. Ich denke bis nächste Woche wenn Teil 3 erscheint, hast du einiges zu tun. 

Eines, möchte ich dir aber für diese Woche mit auf den Weg geben:





Auch wenn du vielleicht ziemlich weit weg bist von dem was deinen Werten entspricht, und du weitaus glücklicher hättest sein können, verurteile dich nicht! Du hast dir einfach etwas Zeit gelassen heraus zu finden was gut für dich ist!

Nächste Woche schauen wir, wie du deine Werte re-aktivieren und so ein Leben nach deinen Werten formen kannst. Ich freu mich wenn du wieder dabei bist!

Wenn dir etwas noch nicht ganz klar ist bei dieser Übung, frag mich einfach, ich freue mich auf eine Nachricht von dir! 





Bildnachweise: 

Titelfoto: Chris Willis, „Holi festival : beautiful painted girl“, CC-Lizenz (BY 2.0)
http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de
www.piqs.de