Ein Problem als Quelle sehen lernen

Ein Problem als Quelle sehen lernen

Vor zwei Wochen stellte ich euch am Selbstcoaching – Frage – Montag folgende Selbstcoaching Frage:

Wie würde sich mein Leben verändern, wenn ich mein aktuelles Problem als Freund ansehen würde?

Eine sehr interessante Frage nicht war? Sie ist so interessant für mich, dass ich unbedingt noch mehr dazu schreiben wollte. Ich weiß ja nicht, wie ihr mit euren Problemen umgeht, ich konnte es früher nicht so souverän meistern. Inzwischen ist das anders, und ich bin so froh, mich nicht mehr in den Strudel hineinzubegeben, gegen etwas kämpfen zu müssen. Ein Problem kann ein Freund sein, auch wenn wir das meist erst später realisieren. Hier erfährst du, wie du dein Problem als Freund ansehen lernen kannst.

Meistens verläuft es ja so bei uns, dass wir in eine Situation geraten welche wir nicht so sehr prickelnd finden. Meist reagieren wir dann mit Wut, Enttäuschung und wissen für einen langen Moment nicht, wie wir da wieder herauskommen sollen oder wie es weiter gehen kann.

Das Problem setzt sich in unsern Muskeln und Gehirnwindungen fest und wird allgegenwärtig. Es ist nicht nur ein Problemchen, es wird zu einem gigantischen, unüberwindlichen, unverzeihlichen Problem. Nicht selten, bekommen wir körperliche Beschwerden und fühlen uns noch mieser als zuvor. Die Stimmung ist auf dem Gefrierpunkt und ein Ausweg ist nicht mehr zu erkennen.

Zugegeben, es ist ja auch nicht gerade Happy Hour wenn man den Job verliert, der Partner einem aus heiterem Himmel den Laufpass gibt oder unser Auto mitten auf der Landstraße einen Motorschaden hat. Anders betrachtet, eröffnen sich jedoch mit jeder Situation, neue Möglichkeiten die ergriffen werden können.

Manchmal meinen wir etwas sei gut für uns, aber später, rückblickend sagen wir meistens, dass es genau so richtig war.

WIE ERLEBEN WIR PROBLEME?

Warum also können wir nicht gleich, so weise auf eine Situation sehen?

Um diese Frage besser beantworten zu können, müssen wir erst einmal genauer anschauen, was im Moment eines Problemchens mit uns passiert.

Also, das Problem ist da, tausend Bilder laufen vor unserem inneren Auge ab und zeigen uns, wie schrecklich alles ist und werden wird. Unser Verstand greift auf alle möglichen alten Erlebnisse zurück und hält sie uns, wie ein Lehrer das Zeugnis vors Gesicht. Glaubenssätze hämmern uns in den Sinn „Ich bin nicht gut genug“, „Ich bin es nicht wert“ etc. Ungute Gefühle machen sich in uns breit und dominieren immer mehr unser Bewusstsein. Alles aber auch alles wird negativ und misstrauisch begutachtet und mit dem „PROBLEM“ in Verbindung gebracht. Häufig erleben uns Freunde in solchen Situationen als verändert und wenig objektiv.

DEN VERSTAND ÜBERLISTEN

Gut ist es, wenn man sich in solchen Momenten selbst fragt, ob das alles Wahr ist? Ist es wirklich war, das jetzt alles den Bach runter geht? Ist es wirklich meine Schuld und gibt es überhaupt eine Schuldfrage? Stimmt es was ich Denke? Kann ich sicher sagen, das diese Gedanken Realität sind?Katie Byron hat dazu eine Übung entwickelt die ein Problem binnen kürzester Zeit auflöst. Es ist eine Methode, um seinen Verstand zu überlisten, und sich mehr Bewusstheit anzueignen. Gerne schreibe ich in einem anderen Beitrag mehr darüber wenn es euch interessiert.

Schnell wird bei diesen Fragen klar, das unsere Gedanken nicht der Wirklichkeit entsprechen können. Zeitlich gesehen, können wir ja nicht wirklich sagen, wie es morgen sein wird. Unser Verstand kann es sich nur VORSTELLEN und uns fachgerecht servieren! Dieses drei Gänge Menü,  ist dann in der Regel für uns die WIRKLICHKEIT.

VERSTAND UND REALITÄT

Interessant nicht war? Wir erleben unsere Gegenwart (Realität) aus dem was wir gelernt und früher erlebt haben. Unser Verstand baut daraus ein Konstrukt das zu unserer Realität wird.

Was wäre, wenn diese Gedanken nicht da währen, wenn ich sie nicht glauben würde? Was würde ich dann in dem Problemchen sehen? Ist es vielleicht eine Auswirkung dessen was ich unterbewusst schon die ganze Zeit wollte oder wovor ich Angst hatte? Was würde ich dann fühlen wenn ich das Problem als Kreuzung sehen würde, bei der ich mich für einen anderen Weg entscheiden könnte?

DIE LÖSUNG

Die Kunst sich von einem Problemchen nicht unterkriegen zu lassen ist die, dass wir uns bewusst machen, das unser Verstand versucht etwas zu erklären, das ist sein Job. Dabei kann er nur auf schon bekanntes zurückgreifen und auf Glaubenssätze, die wir als Kind abgespeichert haben. Die Gefühle die der Verstand dann in uns auslöst, manifestieren unsere Realität. Gefühle haben eine so hohe Schwingungskraft, das sie alles bewegen können. Positiv wie negativ, je nachdem wie diese Gefühle beschaffen sind.

Was also sollten wir in Problemsituationen tun, um das beste daraus zu ziehen?

Ruhig bleiben und keine Angst haben!

Bleiben wir ruhig, können wir unserem Verstand und seiner Beweisführung neutral zusehen und feststellen, das es so ja nicht wirklich sein kann. Wir lassen den Verstand also sabbeln und widmen uns unseren Gefühlen. Wir fragen uns, ob wir wirklich so ungute Gefühle haben wollen? Ich vermute mal, das du diese eher nicht haben möchtest. Am besten lässt du deine Wut etc. einfach mal laut raus (ohne jemandem zu schaden natürlich) und dann ist es auch schon gut. Sowas kann sehr befreiend sein! Danach widmest du dich den Gefühlen, die dir wirklich GUT tun!

Sieh dein Problemchen als die Quelle des aller Besten, was dir passieren und begegnen kann. Mit der Zeit wird es wirklich immer leichter werden, auf das Gesabbel des Verstandes, der uns so ein herrliches 3 Gänge Menü auftischt, nicht mehr blindlings zu hören. Wir werden bewusster mit dem umgehen was geschieht und nach unserem innerlichen Wunsch zu handeln.

NOCHMAL IN KÜRZE

In der Ruhe liegt die Kraft Probleme zu meistern. Und damit meine ich wirklich Meistern. Du bist der Herr deiner Selbst wenn du dir bewusst machst, das dein Verstand nicht weiß was kommen kann und deine Gefühle deine Realität formen. Frage dich ob es wirklich WAHR ist was du gerade denkst! Du nimmst das wahr, was dein Verstand dir sagt und was du dadurch fühlst. Diese Gefühle werden dann deine Realität. Lass deinen Verstand einfach in Zukunft weiter babbeln, während du dich in die Ruhe begibst und dein Problem als Quelle des, besten was dir passieren kann ansiehst. Was währst du ohne dieses Problem oder gerade durch dieses Problem? Oft denken wir, wir wüssten was gut für uns ist. Aber manchmal kommt man durch Problemchen, genau dahin wo wir eigentlich hin wollen.

2 Comments. Leave a comment

  1. David Goebel

    „Wer wäre ich ohne meine Probleme?“
    Viele Menschen identifizieren sich… mit ihren Rollen … mit ihren Aufgaben … ja sogar mit ihren Problemen.

    Mein Lieblingsspruch dazu lautet:
    Mit jedem Lachen stirbt ein Problem.

    Viele Grüße,
    David